Nichts ist wie es scheint

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chocoball Avatar

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Viola wacht nach einem schweren Unfall im Krankenhaus auf und muss feststellen, dass sie ein Bein verloren hat. Während sie versucht, mit dem körperlichen Verlust und der neuen Realität umzugehen, bleibt vieles rund um den Unfall unklar. Gleichzeitig beginnen sich Zweifel an ihrem Umfeld und an der scheinbar fürsorglichen Rolle ihres Mannes einzuschleichen, sodass neben der physischen auch eine psychische Unsicherheit entsteht.

Die Leseprobe wirkt auf mich einerseits spannend aber auch beklemmend. Man wird unmittelbar in die Situation der Hauptfigur hineingezogen und teilt ihre Orientierungslosigkeit, ihre Gedanken und ihre inneren Brüche. Die nüchterne Sprache verstärkt für mich die emotionale Wirkung und erzeugt eine unterschwellige Spannung, bei der man schnell das Gefühl hat, dass hier mehr hinter dem Geschehen steckt, als zunächst sichtbar ist.