Der Wolf, die Spinne und die Feder

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
mirjams Avatar

Von

Nicht nur, dass Viola bei einem tragischen Kellereinsturz ihr Bein verloren hat und nun erst einmal lernen muss mit ihrem neuen Handicap zu leben, nein, auch ihr Mann beginnt durch sein merkwürdiges Verhalten Violas Misstrauen zu wecken. Eingesperrt in einem Haus, das für sie nicht nur überall Barrieren, sondern auch einen Wachposten in Pflegerinnen-Gestalt, bereithält, beginnt sich Ursula Poznanskis Hauptprotagonistin Viola in „Das Signal“ mit Hilfe von kleinen, versteckten GPS-Trackern einen Überblick über die Menschen in ihrem Umfeld zu verschaffen. Doch was wird sie dabei entdecken?

Ich bin großer Fan - insbesondere der stets innovativen, einfallsreichen und spannenden Jugendbücher - von Ursula Poznanski. Wie eigentlich immer, gelang es ihr auch diesmal wieder, mich durch ihren flüssigen und packenden Schreibstil sehr schnell an das Buch zu fesseln. Sowohl die Atmosphäre, als auch die starken Charaktere sind klasse gezeichnet, die Idee überaus vielversprechend und die Spannung zunächst auch definitiv vorhanden. Leider ließ diese dann aber, etwa ab der zweiten Hälfte des Buches, deutlich nach. Zwar konnte ich das Buch dennoch nicht aus der Hand legen, doch wurde die Story - zumindest für mich - dann immer vorhersehbarer und die großen Überraschungen blieben aus.

Fazit: Wenn sie auch nicht an die übrigen Poznanski-Bücher heranreicht, so ist „Das Signal“ dennoch eine spannende, wendungsreiche und durchaus fesselnde Geschichte, die sich auf jeden Fall zu lesen lohnt.