Ein alpines Setting, technologische Experimente, Isolation
Mit Das Signal liefert Ursula Poznanski einen Thriller, der sich leise anschleicht und dann gnadenlos zupackt. Schon das Grundszenario erzeugt ein unangenehmes Kribbeln. Ein alpines Setting, technologische Experimente, Isolation und das Gefühl, dass hier etwas vollkommen aus dem Ruder läuft. Die Atmosphäre ist dicht, kühl und stellenweise beklemmend. Genau das macht den Reiz aus.
Besonders stark ist die psychologische Komponente. Es geht nicht nur um ein äußeres Bedrohungsszenario, sondern um Wahrnehmung, Manipulation und die Frage, wie stabil unsere Realität eigentlich ist. Poznanski spielt gekonnt mit Unsicherheit. Als Leserin beginnt man, an allem zu zweifeln – an Figuren, Motiven, sogar an den eigenen Schlussfolgerungen. Diese permanente Irritation hält die Spannung konstant hoch.
Die Charaktere sind differenziert gezeichnet, mit Ecken, Kanten und glaubwürdigen Schwächen. Niemand ist eindeutig gut oder böse, was die Dynamik zusätzlich verschärft. Das Tempo steigert sich sukzessive: Anfangs ruhig und beinahe sachlich, später immer intensiver, bis sich die Ereignisse überschlagen. Gerade diese kontrollierte Eskalation wirkt sehr durchdacht.
Stilistisch bleibt Poznanski klar, präzise und schnörkellos. Keine überflüssigen Ausschweifungen, jede Szene dient dem Spannungsaufbau. Für mich ist „Das Signal“ ein intelligenter Thriller über Technologie, Vertrauen und Kontrollverlust, der lange nachhallt.
Ein atmosphärisch starker, psychologisch raffinierter Thriller. Nur minimal hätte ich mir noch mehr emotionale Tiefe in einzelnen Momenten gewünscht.
Besonders stark ist die psychologische Komponente. Es geht nicht nur um ein äußeres Bedrohungsszenario, sondern um Wahrnehmung, Manipulation und die Frage, wie stabil unsere Realität eigentlich ist. Poznanski spielt gekonnt mit Unsicherheit. Als Leserin beginnt man, an allem zu zweifeln – an Figuren, Motiven, sogar an den eigenen Schlussfolgerungen. Diese permanente Irritation hält die Spannung konstant hoch.
Die Charaktere sind differenziert gezeichnet, mit Ecken, Kanten und glaubwürdigen Schwächen. Niemand ist eindeutig gut oder böse, was die Dynamik zusätzlich verschärft. Das Tempo steigert sich sukzessive: Anfangs ruhig und beinahe sachlich, später immer intensiver, bis sich die Ereignisse überschlagen. Gerade diese kontrollierte Eskalation wirkt sehr durchdacht.
Stilistisch bleibt Poznanski klar, präzise und schnörkellos. Keine überflüssigen Ausschweifungen, jede Szene dient dem Spannungsaufbau. Für mich ist „Das Signal“ ein intelligenter Thriller über Technologie, Vertrauen und Kontrollverlust, der lange nachhallt.
Ein atmosphärisch starker, psychologisch raffinierter Thriller. Nur minimal hätte ich mir noch mehr emotionale Tiefe in einzelnen Momenten gewünscht.