ein tolles Buch
Meinung: Ich habe bereits einige Bücher von Ursula Poznanski gelesen und mochte ihren Stil jedes Mal doch auf dieses hier war ich wirklich wahnsinnig gespannt. Und was soll ich sagen? Ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Viola Decker ist Innenarchitektin, deren Leben von einem Moment auf den anderen zerbricht. Ein Unfall in ihrem eigenen Zuhause verändert alles: Der baufällige Weinkeller stürzt ein, Viola überlebt doch sie verliert ein Bein. Zurück aus dem Krankenhaus ist nichts mehr wie vorher. Nicht nur ihr Körper ist plötzlich eingeschränkt, sondern auch ihr gesamtes Leben.
Ihr Mann Adam wirkt zunächst wie der perfekte Partner: hilfsbereit, fürsorglich, immer zur Stelle. Doch sehr schnell schleicht sich ein Gefühl ein, das mich beim Lesen nicht mehr losgelassen hat: Irgendetwas stimmt hier nicht. Adam trifft Entscheidungen über Violas Kopf hinweg, verhindert ihre Selbstständigkeit und engagiert ohne Rücksprache sogar eine Pflegerin. Viola ist plötzlich gefangen im Erdgeschoss ihres Hauses, in ihrem eigenen Körper und in einem Leben, das nicht mehr ihr gehört.
Dank bildhaften und flüssigen Schreibstil, wurde eine Atmosphäre aufgebaut, die mich komplett in den Bann gezogen hat. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Besonders stark fand ich die Ausarbeitung der Figuren, allen voran Viola. Ihr Kampfgeist und ihr Wille, sich nicht in eine Opferrolle drängen zu lassen, waren für mich absolut nachvollziehbar. Ich saß oft da und dachte: Ja. Genau so würde ich auch reagieren.
Das Bedrohliche an der Geschichte ist, dass die Angst nicht irgendwo draußen lauert sondern mitten im eigenen Zuhause. Dieses Gefühl von Misstrauen, das sich immer weiter ausbreitet, war unglaublich beklemmend. Lange wusste ich nicht, wem ich trauen kann. Jeder scheint etwas zu verbergen, jeder hat seine eigene Agenda.
Als plötzlich immer wieder Gegenstände aus Violas Reichweite verschwinden, greift sie zu technischen Hilfsmitteln: GPS-Tracker sollen ihr helfen, Kontrolle und Ordnung zurückzugewinnen. Anfangs wirkte das fast paranoid und ich gebe ehrlich zu, dass ich kurz gezweifelt habe, ob Viola nicht vielleicht übertreibt.
Doch je weiter ich gelesen habe, desto klarer wurde: Ihre Angst ist erschreckend berechtigt.
Besonders spannend fand ich, dass auch Viola selbst nicht frei von Geheimnissen ist. Lange bleibt offen, was sie verschweigt und genau dieses Rätsel hat mich zusätzlich an die Geschichte gefesselt. Viola lässt sich nicht einfach gehen… sie zerbricht. Und genau das hat mich emotional richtig getroffen.
Allerdings muss ich auch sagen: Die Spannung konnte für mich nicht durchgehend auf demselben Level gehalten werden. Im Mittelteil gab es ein paar kleinere Längen, und einen Teil der späteren Auflösung habe ich relativ früh kommen sehen. Das Ende war schlüssig und plausibel, aber nicht ganz so überraschend, wie ich es mir erhofft hatte.
Trotzdem hatte ich wirklich tolle Lesestunden
Ihr Mann Adam wirkt zunächst wie der perfekte Partner: hilfsbereit, fürsorglich, immer zur Stelle. Doch sehr schnell schleicht sich ein Gefühl ein, das mich beim Lesen nicht mehr losgelassen hat: Irgendetwas stimmt hier nicht. Adam trifft Entscheidungen über Violas Kopf hinweg, verhindert ihre Selbstständigkeit und engagiert ohne Rücksprache sogar eine Pflegerin. Viola ist plötzlich gefangen im Erdgeschoss ihres Hauses, in ihrem eigenen Körper und in einem Leben, das nicht mehr ihr gehört.
Dank bildhaften und flüssigen Schreibstil, wurde eine Atmosphäre aufgebaut, die mich komplett in den Bann gezogen hat. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Besonders stark fand ich die Ausarbeitung der Figuren, allen voran Viola. Ihr Kampfgeist und ihr Wille, sich nicht in eine Opferrolle drängen zu lassen, waren für mich absolut nachvollziehbar. Ich saß oft da und dachte: Ja. Genau so würde ich auch reagieren.
Das Bedrohliche an der Geschichte ist, dass die Angst nicht irgendwo draußen lauert sondern mitten im eigenen Zuhause. Dieses Gefühl von Misstrauen, das sich immer weiter ausbreitet, war unglaublich beklemmend. Lange wusste ich nicht, wem ich trauen kann. Jeder scheint etwas zu verbergen, jeder hat seine eigene Agenda.
Als plötzlich immer wieder Gegenstände aus Violas Reichweite verschwinden, greift sie zu technischen Hilfsmitteln: GPS-Tracker sollen ihr helfen, Kontrolle und Ordnung zurückzugewinnen. Anfangs wirkte das fast paranoid und ich gebe ehrlich zu, dass ich kurz gezweifelt habe, ob Viola nicht vielleicht übertreibt.
Doch je weiter ich gelesen habe, desto klarer wurde: Ihre Angst ist erschreckend berechtigt.
Besonders spannend fand ich, dass auch Viola selbst nicht frei von Geheimnissen ist. Lange bleibt offen, was sie verschweigt und genau dieses Rätsel hat mich zusätzlich an die Geschichte gefesselt. Viola lässt sich nicht einfach gehen… sie zerbricht. Und genau das hat mich emotional richtig getroffen.
Allerdings muss ich auch sagen: Die Spannung konnte für mich nicht durchgehend auf demselben Level gehalten werden. Im Mittelteil gab es ein paar kleinere Längen, und einen Teil der späteren Auflösung habe ich relativ früh kommen sehen. Das Ende war schlüssig und plausibel, aber nicht ganz so überraschend, wie ich es mir erhofft hatte.
Trotzdem hatte ich wirklich tolle Lesestunden