Packend und authentisch

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Die Inhaltsangabe hat mich sofort in den Bann gezogen. Viola erwacht im Krankenhaus und ihr wird mitgeteilt, dass sie in einem eingestürzten Keller aufgefunden wurde. Ein Felsbrocken hat ihr das linke Bein abgedrückt. Ein schwerer Schock für die Innenarchitektin. Ihr Ehemann Adam kümmert sich sofort um alles, organisiert eine 24-Stunden Pflege. Er verhält sich aber auch sehr komisch seit dem Unfall. Als Viola dann aus dem Krankenhaus entlassen werden kann, wird ihr ihre neue Pflegerin Otilia vorgestellt. Sie erledigt ihren Job zwar fabelhaft, doch so richtig warm wird Viola nicht mit ihr.

Viola hat nicht nur einen schweren Schicksalsschlag zu verkrafte, sondern auch, dass mit ihrem Mann etwas nicht stimmt bzw. sie ihm nicht trauen kann. Da immer wieder Gegenstände aus Violas Umfeld verschwinden, besorgt sie sich GPS Tracker um Dinge wieder leichter zu finden. Auch Adam jubelt Viola so einen Tracker unter. Schnell häufen sich Ungereimtheiten und Viola ist klar, ihr Mann lügt sie an, wo er ist, oder wann er scheinbar im Büro ist, aber lt. Tracker ganz wo anders ist.

Was hat er für ein Geheimnis und warum ist dieser Unfall überhaupt passiert? Warum war sie im Weinkeller und warum ist dieser eingestürzt? Ist es die Gehirnerschütterung oder ein Trauma, das ihr Gehirn zu verdrängen versucht?

Der Schreibstil hat mich sofort gepackt und ich konnte gar nicht aufhören zu lesen. Die Atmosphäre ist manchmal echt beklemmend und man rätselt, wie das alles zusammenhängt.

Echt toll, wie die Autorin Technik und Thriller mischt und daraus ein spannendes Buch entsteht. Viola ist eine Kämpferin, trotz ihres Schicksals gib sie nicht auf und will so schnell wie möglich wieder ohne Hilfe zurechtkommen. Sehr authentisch und sympathisch. Die Autorin lässt den Leser bis zuletzt über die Lösung im Unklaren.
Fazit: Klare Leseempfehlung.