Puh!

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alex_buchgeplauder Avatar

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Mit DAS SIGNAL ist gerade wieder ein neuer Stand Alone-Thriller von Ursula Poznanski erschienen. Nach DIE BURG dachte ich eigentlich, es könnte nur aufwärts gehen. Aber Pustekuchen. DAS SIGNAL war für mich … tja, leider überraschend langweilig.
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Darum geht’s: Viola verliert bei einem Unfall ein Bein. Sie ist daraufhin erstmal gefangen im eigenen Haus und hat mit vielen Hindernissen zu kämpfen. Sie misstraut ihrer Pflegerin und zunehmend auch ihrem Mann. Viola beginnt Adam zu tracken…
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Ursula Poznanski setzt in ihren Thrillern auf Themen, die am Nabel der Zeit sind. Vergleichbar mit Strobel. Der hat mich in den letzten Jahren allerdings immer mehr verloren. Und dieses Schicksal erleidet jetzt wohl leider auch Ursula Poznanski. Auch ihr will es bisher einfach nicht gelingen mich mit der Herangehensweise an Themen wie KI und GPS-Tracking zu begeistern.
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Was ich Ursula Poznanski nicht absprechen kann und will, ist ihr guter und flüssig zu lesender Schreibstil. Aber darüber hinaus hat mich DAS SIGNAL einfach Null erreicht. Das digitale Katz-und-Maus-Spiel hat auf mich wenig prickelnd gewirkt. Die einbeinige Protagonistin Viola fand ich zu Beginn noch recht interessant, weil einfach mal anders. Aber irgendwie hat sie mich dann mit ihrem insgesamt sehr unterkühlt wirkenden Denken und Handeln überhaupt nicht mitgenommen.
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Für mich war DAS SIGNAL nicht das, was versprochen wurde - weder ein Domestic Noir-Psychothriller vom Feinsten noch ein Technologie-Thriller, der mir vor Spannung den Atem raubt. Auf beiden Ebenen ist nicht viel bei mir angekommen. Ursula Poznanski kann es wirklich besser. Ihre sich stetig steigernde Krimi-Trilogie um die Wiener Mordkommission (STILLE BLUTET, BÖSES LICHT & TEUFELSTANZ) mochte ich zum Beispiel gerne. Die Hoffnung, dass mich also auch ein Stand Alone von ihr begeistern kann, stirbt zuletzt…