Spannender Psycho-Thriller

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Mit ihrem neuesten Psychothriller "Das Signal" ist Ursula Poznanski wieder ein echter Pageturner gelungen. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und habe es in kürzester Zeit durchgelesen.
Auch in diesem Buch ist Poznanskis Schreibstil wie gewohnt fesselnd und flüssig zu lesen. Dass Poznanski sich wieder durch aktuelle Entwicklungen der digitalen Welt und Datensicherheit inspirieren lässt und durch ihre Bücher auch kritische Fragen aufwirft, ist für mich schon fast eine Art Markenzeichen der Autorin geworden und gefällt mir ausgesprochen gut.

Die Figuren haben mir sehr gut gefallen, sie sind facettenreich und mit echter Tiefe, denn wie sich herausstellt, haben fast alle Figuren einige Geheimnisse, die sich erst im Laufe der Geschichte herausstellen. An der Protagonistin Vio ist man natürlich besonders nah dran, man fiebert richtig mit ihrem Genesungsprozess und den Abgründen, die sich vor ihr auftun, mit. Ihr Katz'-und Maus-Spiel mit den Personen, die sie durch die GPS-Tracker überwachen lässt, ist absolut nachvollziehbar und hat sowohl für Vio als auch für die Lesenden den Vorteil, dass andere Schauplätze vorkommen, wenn auch nur über die Beschreibung der GPS-Signale auf der Karte und dessen, was Vio daraus ableitet. Besonders gefallen hat mir als Nebenfigur auch Vios Pflegerin Otilia, zu der sich im Laufe der Handlung noch spannende Hintergründe für ihr Verhalten auftun...
Als LeserIn hat man durch Vios Überwachung immer das Gefühl, gegenüber den anderen Figuren einen Wissensvorspung zu haben. Trotzdem fand ich die Geschichte nicht vorhersehbar und hatte am Ende des Buches sogar Lust, in die ersten Kapitel des Buches nochmal reinzulesen, um zu überprüfen, was sich von den Plot-Twists vielleicht schon angekündigt hat, ohne dass ich es beim ersten Lesen gemerkt habe.

Für mich wieder ein ausgesprochen gelungener Poznanski-Thriller, den ich absolut empfehlen kann.