Thriller mit Potential

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mufflpuff Avatar

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Die Autorin schafft einen Thriller, der vor allem durch psychologische Spannung wirkt. Von Beginn an liegt eine latente Unruhe in der Luft, und die Handlung entwickelt sich Schritt für Schritt. Das Tempo ist besonders im ersten Drittel für meinen Geschmack zu langsam, später sorgen jedoch gut platzierte Wendungen für ein überzeugendes und überraschendes Ende.

Die angekündigte Technikorientierung bleibt eher zurückhaltend: GPS‑Tracker spielen zwar eine Rolle, sind aber kein dominierendes Element. Wer einen stark technikzentrierten Plot erwartet, wird möglicherweise enttäuscht.

Die Figuren brauchen Zeit, um Nähe zu erzeugen. Die Protagonistin und ihr Ehemann wirken anfangs eher distanziert. Der Nachbarsjunge hingegen ist schnell sympathisch und unterstützt die Hauptfiguren überraschend wirkungsvoll.

Die Spannung entsteht vor allem aus der Frage, ob Vios Wahrnehmungen zutreffen oder ob sie sich täuscht. Einige Enthüllungen lassen sich vorhersehen, andere überraschen — insgesamt bleibt die Geschichte bis zum Schluss fesselnd.

Fazit: Ein solider, gut lesbarer Psychothriller mit starker Atmosphäre, guter Dramaturgie und einem stimmigen Schluss. Technik dient eher als Beiwerk, die Figuren brauchen etwas Zeit. Für Fans psychologischer Spannung eine klare Empfehlung. Bewertung: 4/5.