Jay Shetty, Marie Kondo für die Seele

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leenchavette Avatar

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Das erste Mal habe ich von Jay Shetty vor ca. einem Jahre gehört. Damals interviewte er einen meiner Lieblingsschauspieler Zachary Levi für seinen Podcast zum Thema Angst und Depression.

Seitdem höre ich mir immer wieder seinen Podcast an und folge ihm in den sozialen Medien. Als er nun sein Buch „Das Think Like A Monk-Prinzip“ raus brachte, wusste ich, dass ich es unbedingt lesen möchte.

In seinem Buch erzählt uns Jay Shetty nicht nur von seinem bisherigen Weg, welcher ihn von einer renommierten Londoner Schule bis ins Aschram in Indien führt. Er gibt der Leserschaft zudem Instrumente in die Hand, um beispielsweise sich selbst oder sein Umfeld zu analysieren.

In dem ersten Kapitel geht es um das LOSLASSEN von u. a. gesellschaftlich auferlegten Ziele und Vorstellungen, die unnötig Druck aufbauen. Ziel ist es, diesen von außen auferlegten Standards und deren negative Auswirkungen (sei es in Form von negativen Gedanken oder „habits“) zu erkennen und lernen mit ihnen umzugehen.
Besonders hängen geblieben ist mir dabei die Methode (man könnte es auch als eine kleine Selbstaufgabe betiteln) „SPOT – STOP –SWAP“ (dt. Bemerken – Bremsen – Bessermachen). Dabei geht es keinesfalls darum, sich selbst zu optimieren. Es geht darum, eine Methode zu finden, um besser mit den eigenen negativen Gefühlen oder Gedanken umzugehen.

Im zweiten Kapitel WACHSEN wird sich mit dem Erkennen des eigenen Dharma befasst. Der/die Lesende erfährt, was es mit dem Dharma auf sich hat und es werden einzelne „Übungen“ bzw. Aufgaben vorgestellt, die auf diesem Weg unterstützen können.

Das letzte Kapitel GEBEN, widmet sich unter anderem der Dankbarkeit welche wir anderen Menschen, aber auch Situationen oder Lebensumstände entgegenbringen. Der/die Lesende lernt, warum es für die eigene Entwicklung wichtig ist, Dankbarkeit zu erkennen und sie jedem Menschen gut tut.

Ich empfinde dieses Buch als eine große Bereicherung. Ich sehe es als ein „Lehrbuch“, welches immer griffbereit in der Nähe liegt. Bisher hat es mir geholfen, besser mit negativen Gedanken umzugehen und die, im ersten Kapitel beschrieben, „Störgeräusche“ zu erkennen.

Für alle Leser*innen, die jetzt evtl. etwas abgeschreckt von diesem Buch sind, da es sich eher nach Arbeit als „Lesespaß“ anhört. Jay Shetty schafft es in diesem Buch, die alten Weisheiten der Mönche in die Moderne zu transportieren und auch für diejenigen greifbar zu machen, die sich bisher gar nicht mit Themen, wie Meditation, Dharma oder Kommunikation, befasst haben. Anspielungen auf Personen aus dem öffentlichen Raum, wie z. B. Schauspieler oder Wirtschaftsmagnaten, lockern zudem das Buch etwas auf.

Das Buch ist für jede Person, welche etwas über sich und die Verhaltensweisen andere Menschen in ihrem Umfeld lernen möchte. Da alle möglichen Themen, von Karriere bis Beziehungen und die eigenen Gedanken- und Gefühlswelten abgehandelt werden, ist dieses Buch nahezu universell einsetzbar.