Ein Kaninchen in der U-Bahn und andere Wahrheiten
Vorweg: Ich liiiiieeeebe das Cover - MEGA gut!
Das ist ein Romananfang, der nicht erklärt, sondern verführt. Der dich mit einem Kaninchen anstarrt und sagt: Schau ruhig weg. Ich bin trotzdem da. Und du weißt sofort: Dieses Buch wird dich verfolgen. Mindestens bis zum nächsten Geburtstag.
Dieses Buch spielt nach eigenen Regeln. Nicht laut, nicht effekthascherisch – sondern mit einem weißen Kaninchen auf einem U-Bahn-Sitz, das dich freundlich ansieht und dich nie wieder loslässt. Ein Monster, das keines ist. Oder vielleicht doch. Der Roman beginnt wie ein modernes Märchen mit Nervenschaden: Eve, 27, Geburtstag, London, und der Horror trägt Fell.
Was mich sofort elektrisiert, ist dieser souveräne Spagat zwischen Alltag und Abgrund. Die Londoner U-Bahn, die Rolltreppe, die Arbeit im Auktionshaus – alles realistisch, kühl, präzise. Und mitten hinein setzt der Text seine Absurdität, ohne sie zu erklären oder zu entschuldigen. Das Kaninchen ist einfach da. So wie Trauma da ist. So wie Schuld, Scham und Erinnerung da sind. Und genau darin liegt die literarische Stärke: Das Fantastische wird nicht als Flucht benutzt, sondern als Sprache für etwas, das sich anders nicht sagen lässt.
Eve ist eine faszinierend verschlossene Erzählerin. Schwarz gekleidet, kontrolliert, hochfunktional – und innerlich von Geistern, Tentakeln und Geburtstagsluftballons belagert. Die Bilder sind stark, manchmal schmerzhaft konkret, manchmal seltsam zart. Musik wird zur Rettungsleine, Arbeit zur Tarnung, Distanz zur Überlebensstrategie. Und dann diese Mutter. Dieses Telefonat. In wenigen Dialogzeilen öffnet sich ein ganzer familiärer Krater, ein „Fehler“, der alles verschoben hat.
Und gerade als man denkt, man sei angekommen in einem leisen, psychologisch dichten Roman über Verlust und Verdrängung, tritt Max Everly auf. Ein Name wie ein Echo. Ein Mann, der zu alt ist, um zu sein, wer er zu sein scheint. Ein Händedruck, der erinnert, ohne Erinnerung zu haben. Ab hier kippt etwas – ganz sanft, ganz unaufdringlich, aber unumkehrbar.
Das ist ein Romananfang, der nicht erklärt, sondern verführt. Der dich mit einem Kaninchen anstarrt und sagt: Schau ruhig weg. Ich bin trotzdem da. Und du weißt sofort: Dieses Buch wird dich verfolgen. Mindestens bis zum nächsten Geburtstag.
Dieses Buch spielt nach eigenen Regeln. Nicht laut, nicht effekthascherisch – sondern mit einem weißen Kaninchen auf einem U-Bahn-Sitz, das dich freundlich ansieht und dich nie wieder loslässt. Ein Monster, das keines ist. Oder vielleicht doch. Der Roman beginnt wie ein modernes Märchen mit Nervenschaden: Eve, 27, Geburtstag, London, und der Horror trägt Fell.
Was mich sofort elektrisiert, ist dieser souveräne Spagat zwischen Alltag und Abgrund. Die Londoner U-Bahn, die Rolltreppe, die Arbeit im Auktionshaus – alles realistisch, kühl, präzise. Und mitten hinein setzt der Text seine Absurdität, ohne sie zu erklären oder zu entschuldigen. Das Kaninchen ist einfach da. So wie Trauma da ist. So wie Schuld, Scham und Erinnerung da sind. Und genau darin liegt die literarische Stärke: Das Fantastische wird nicht als Flucht benutzt, sondern als Sprache für etwas, das sich anders nicht sagen lässt.
Eve ist eine faszinierend verschlossene Erzählerin. Schwarz gekleidet, kontrolliert, hochfunktional – und innerlich von Geistern, Tentakeln und Geburtstagsluftballons belagert. Die Bilder sind stark, manchmal schmerzhaft konkret, manchmal seltsam zart. Musik wird zur Rettungsleine, Arbeit zur Tarnung, Distanz zur Überlebensstrategie. Und dann diese Mutter. Dieses Telefonat. In wenigen Dialogzeilen öffnet sich ein ganzer familiärer Krater, ein „Fehler“, der alles verschoben hat.
Und gerade als man denkt, man sei angekommen in einem leisen, psychologisch dichten Roman über Verlust und Verdrängung, tritt Max Everly auf. Ein Name wie ein Echo. Ein Mann, der zu alt ist, um zu sein, wer er zu sein scheint. Ein Händedruck, der erinnert, ohne Erinnerung zu haben. Ab hier kippt etwas – ganz sanft, ganz unaufdringlich, aber unumkehrbar.