Ein leiser Sog aus Geheimnissen

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my.soul.whisper Avatar

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Ich wusste nach den ersten Seiten nicht, was hier eigentlich passiert – und genau das hat mich sofort drin gehalten.
Alles fühlt sich leicht verschoben an: die Realität, die Zeit, die Menschen. Dieses weiße Kaninchen? Unheimlich. Faszinierend. Und irgendwie traurig.

Eve ist keine typische Heldin. Sie wirkt distanziert, verletzt, innerlich ständig auf der Flucht. Man spürt sofort, dass sie etwas mit sich herumträgt, das viel größer ist als sie selbst. Die Begegnung mit Max Everly hat mich komplett irritiert – im guten Sinne. Ab da hatte die Geschichte für mich etwas Märchenhaft-Düsteres, ohne kitschig zu sein.

Das Hotel selbst fühlt sich an wie ein Ort außerhalb der Welt. Nicht laut magisch, sondern leise, geheimnisvoll, fast melancholisch. Ich hatte beim Lesen ständig dieses Gefühl von „Da stimmt etwas nicht … aber es soll genau so sein“.

Noch kann ich nicht sagen, wohin die Geschichte führt – aber ich weiß, dass ich weiterlesen will. Nicht wegen Spannung im klassischen Sinn, sondern wegen dieser besonderen Stimmung, die sich festsetzt und nicht mehr loslässt.