Magisch, mysteriös, mitreißend
Die ersten Seiten von Das White Octopus Hotel haben mich sofort gepackt, weil sie genau das Gefühl auslösen, das ich seit der Outlander-Buchreihe von Diana Gabaldon mit Zeitreisegeschichten verbinde. Das Setting wirkt geheimnisvoll und zieht einen leise, aber bestimmt in seine eigene Welt. Der Klappentext hatte mich schon an die Netflix-Serie Mitternacht im Pera Palace erinnert, und dieses Flair aus Vergangenheit, Geheimnissen und verborgenen Zusammenhängen ist von Anfang an spürbar. Gleichzeitig fühlt sich das Ganze überraschend modern an, fast wie eine Mischung aus historischem Rätsel und cleverem Gesellschaftsspiel. Die Geschichte streut früh Hinweise und offene Fragen, die stark an die Sogwirkung der Inheritance-Buchreihe von Jennifer Lynn Barnes erinnern. Man liest nicht nur, man beginnt sofort mitzurätseln. Auch ohne große Action entsteht Spannung durch Atmosphäre und Andeutungen. Insgesamt ist es eine richtig gelungene Kombination, die neugierig macht und eindeutig Lust auf mehr weckt.