Ein Hotel mit Ausblick in die Vergangenheit
Auf der Seele der jungen Eve Shaw lastet eine schwere Schuld. Sie hat als kleines Mädchen die Gartentür nicht geschlossen, so konnte ihre jüngere Schwester Bella hindurchschlüpfen und fand auf der Straße davor tragischerweise den Tod. Wie gerne würde Eve das alles ungeschehen machen. Durch Zufall erfährt sie von einem geheimnisvollen Hotel, welches Briefpapier haben soll, auf dem man seinem jüngeren Ich schreiben kann. Hoffnungsvoll sieht sie ihre Chance auf Wiedergutmachung. Doch leider ist das ehemals prachtvolle White Octopus Hotel in der Gegenwart nur noch eine bedauernswerte Ruine, wirkt dabei jedoch seltsam vertraut. Mutig begibt sie sich auf die Suche, welche sie quer durch die Zeit wirbeln wird.
Dabei trifft Eve auf Max Everly, einen Komponisten, dem der 1. Weltkrieg übel mitgespielt hat. Ihre Wege kreuzen sich, wieder und wieder. Dem Leser sei geraten, die ganzen Ereignisse nicht in chronologische Reihe bringen zu wollen, er dürfte sich schwer tun. Am Besten lässt man die Logik außen vor und genießt die unerwarteten Wendungen. Denn genau das trägt erheblich zum Charme des Buches bei. Die Geschichte ist wie ein Kaninchenbau der Zeitebenen, passenderweise wird Eve von solch einem flauschigen Langohr des öfteren mal verfolgt.
Über Zeitparadoxa spricht man nicht, dafür liest man von magischen Gegenständen und immer wieder ringeln sich Oktopoden gefühlt um alles. Verschwenderisch detailfreudig wird so vieles beschrieben, das Hotel, die Gefühle und das Sehnen nach Erlösung. Ein schriftstellerisches Kaleidoskop lässt mit jedem neuen Kapitel neue Ausblicke zu. Romantik, Tragödien, Vergangenheit und Zukunft wirbeln ebenso wild umeinander wie Eve und Max.
Die Autorin Alexandra Bell hat hier ein facettenreiches Werk geschaffen, welches einem auf eine Achterbahn der Gefühle und quer durch Zeitebenen mitreißt. Das stimmungsvolle Cover und die fein ausbalancierte Übersetzung aus dem Englischen von Edith Beleites lässt auch im Deutschen nichts zu wünschen übrig.
Mir hat diese rasante Fahrt durch Zeit und Raum ausnehmend gut gefallen. Ich litt mit Eve und Max, hörte beim Lesen die Champagnergläser klingen, Kanonendonner dröhnen und im Hintergrund die gefühlvollen Kompositionen von Max. Wer auf der Suche nach einem gefühlvollen und doch rasanten Buch ist, dürfte sich hier gut unterhalten fühlen.
Und im Zeitgeist zu bleiben, finde ich das White Octopus Hotel schlichtweg famos.
Dabei trifft Eve auf Max Everly, einen Komponisten, dem der 1. Weltkrieg übel mitgespielt hat. Ihre Wege kreuzen sich, wieder und wieder. Dem Leser sei geraten, die ganzen Ereignisse nicht in chronologische Reihe bringen zu wollen, er dürfte sich schwer tun. Am Besten lässt man die Logik außen vor und genießt die unerwarteten Wendungen. Denn genau das trägt erheblich zum Charme des Buches bei. Die Geschichte ist wie ein Kaninchenbau der Zeitebenen, passenderweise wird Eve von solch einem flauschigen Langohr des öfteren mal verfolgt.
Über Zeitparadoxa spricht man nicht, dafür liest man von magischen Gegenständen und immer wieder ringeln sich Oktopoden gefühlt um alles. Verschwenderisch detailfreudig wird so vieles beschrieben, das Hotel, die Gefühle und das Sehnen nach Erlösung. Ein schriftstellerisches Kaleidoskop lässt mit jedem neuen Kapitel neue Ausblicke zu. Romantik, Tragödien, Vergangenheit und Zukunft wirbeln ebenso wild umeinander wie Eve und Max.
Die Autorin Alexandra Bell hat hier ein facettenreiches Werk geschaffen, welches einem auf eine Achterbahn der Gefühle und quer durch Zeitebenen mitreißt. Das stimmungsvolle Cover und die fein ausbalancierte Übersetzung aus dem Englischen von Edith Beleites lässt auch im Deutschen nichts zu wünschen übrig.
Mir hat diese rasante Fahrt durch Zeit und Raum ausnehmend gut gefallen. Ich litt mit Eve und Max, hörte beim Lesen die Champagnergläser klingen, Kanonendonner dröhnen und im Hintergrund die gefühlvollen Kompositionen von Max. Wer auf der Suche nach einem gefühlvollen und doch rasanten Buch ist, dürfte sich hier gut unterhalten fühlen.
Und im Zeitgeist zu bleiben, finde ich das White Octopus Hotel schlichtweg famos.