Gegen die Zeit

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nähpummelchen Avatar

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Was für eine fantastische Geschichte: ein versteckt liegendes Hotel, zu dem es ein paar wenige Schlüssel gibt, mit denen man - mitsamt Hotel - in der Zeit reisen kann. Eve's Geschichte, wie sie in das Hotel findet, bzw. zurückfindet, war wirklich sehr atmophärisch, mit viel Herz und ganz wunderbar erzählt. Ihre Besonderheit und ihr Schmerz, mit dem sie sich seit ihrer Kindheit plagt, wurden wirklich greifbar.
Doch nach gut dreivierteln des Buches kippte die Geschichte für mich. Das Ende hat mir die Geschichte irgendwie kaputt gemacht. Es wurde mir dann zu fantastisch, verworren, in den Zeitreisen verschlungen. Das Träumerische, das das Buch bis dahin begleitet hat, war hinüber und der Plotttwist wirkte auf mich erzwungen und übertrieben.
Die Liebesgeschichte, die in den Zeitreisen entsteht, und irgendwie am Anfang auch schon erahnbar war, war wiederum sehr bewegend. Insgesamt fand ich das Buch ambivalent, denn vom Ende abgesehen, war es für mich einfach bezaubernd und wunderschön.