Geheimnisvoll elegant
„Das White Octopus Hotel“ hat mich schon mit seinem Cover neugierig gemacht, weil die Gestaltung eine geheimnisvolle, leicht surreal wirkende Atmosphäre verspricht, die perfekt zur Stimmung des Romans passt. Die Geschichte entfaltet sich wie ein schimmernder Nebel, der sich langsam lichtet, ohne je seine Magie zu verlieren, und Alexandra Bell gelingt es, dieses besondere Thema mit einer Mischung aus Eleganz und leiser Spannung umzusetzen. Ihr Schreibstil wirkt zugleich poetisch und klar, sodass man mühelos in die Welt des Hotels eintaucht und sich von den Bildern tragen lässt. Die Figuren erscheinen vielschichtig und glaubwürdig, weil sie nicht nur Rollen erfüllen, sondern innere Konflikte und Wünsche mitbringen, die man gut nachempfinden kann, ohne dass zu viel verraten wird. Für mich war das Buch besonders interessant, weil Bell eine Art von magischem Realismus erschafft, die nicht laut auftritt, sondern sich sanft in die Handlung legt und dadurch lange nachhallt. Man spürt, dass die Autorin Erfahrung mit atmosphärischen Stoffen hat, und wer ihre früheren Werke kennt, erkennt auch hier ihre Fähigkeit, Welten zu erschaffen, die sich gleichzeitig fremd und vertraut anfühlen.
Am Ende bleibt für mich der Eindruck eines Romans, der weniger durch große Wendungen als durch seine Stimmung, seine Sprache und seine Figuren überzeugt. Ich empfehle das Buch allen, die Geschichten mögen, die sich langsam entfalten und dabei eine besondere, fast träumerische Sogkraft entwickeln.
Am Ende bleibt für mich der Eindruck eines Romans, der weniger durch große Wendungen als durch seine Stimmung, seine Sprache und seine Figuren überzeugt. Ich empfehle das Buch allen, die Geschichten mögen, die sich langsam entfalten und dabei eine besondere, fast träumerische Sogkraft entwickeln.