Leben in der Vergangenheit

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marielu Avatar

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Zum Inhalt:
Die Kunstgutachterin Eve Shaw hat in ihrer frühen Kindheit einen schweren Verlust. Seitdem hat sie mit Schuldgefühlen zu kämpfen. Eines Tages sucht sie ein älterer Herr bei ihrer Arbeit auf, übergibt ihr ein Geschenk und bittet sie, zum Hotel Octopus zurückzukehren. Bei ihren Recherchen zu dem Hotel stößt sie auf Mythen um Zeitreisezimmer und Gegenstände voller Magie. Das Gefühl, dort schon einmal gewesen zu sein, wird immer stärker und lässt sie letztendlich das mysteriöse, verfallene Hotel aufsuchen. Für Eve beginnt eine außergewöhnliche Reise.

Meine Meinung:
Alexandra Bell führt in eine Welt voller Magie und Zeitreisen. Zunächst verfolgte ich voller Spannung, wie Eve sich dem verfallenen Hotel nähert und dann plötzlich sich in der Vergangenheit befindet. Die Beschreibung des Ortes ist so bildhaft, dass man das Gefühl hat, sich ebenfalls dort zu befinden. Je mehr Eve sich in dem Hotel umsieht, und verzweifelt versucht, bei einem Suchspiel zu gewinnen, um ihre Vergangenheit und Schuld zu korrigieren, umso mehr nähert man sich verschiedene Zeiten. Zeiten, in denen sich Eve scheinbar schon öfters in diesem Hotel befunden hat. Wie ein roter Faden zogen sich der Schmerz des Weltkriegs, Einsamkeit und Schuldgefühle durch die Geschichte und prägten die Stimmung. Zeitgleich zweimal im Hotel zu sein, eine alte Liebe neu zu entdecken und letztendlich noch einmal in der Vergangenheit neu zu beginnen, wirkt wie ein Kreislauf. War der Anfang für mich spannend und nachvollziehbar, wurde es dann leider zum Schluss hin nur noch verwirrend. Letztendlich hatte ich das Gefühl, dass die Autorin so viele Ideen wie möglich in dieses Buch packen wollte und hat mich dabei am Ende verloren.

Fazit:
Ein Zeitreiseroman mit einem starken Anfang, der mich zum Ende hin jedoch verwirrt zurücklässt.