Verwirrend

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Das Hörbuch „Das White Octopus Hotel“ von Alexandra Bell beginnt Kunstgutachterin Eve Shaw, die von einem geheimnisvollen Mann besucht wird und dadurch Hinweise zu einem rätselhaften Ort in den Schweizer Alpen, dem White Octopus Hotel, bekommt. Umgeben von Legenden über Zeitreisezimmer und magische Gegenstände beschließt sie, das verlassene Hotel aufzusuchen, und findet reist plötzlich in die Vergangenheit des Hotels.

Anfangs bin ich Eve neugierig durch das Gebäude und seine Geschichte gefolgt. Gerade zu Beginn entsteht ein starker Sog, weil man das Hotel und seine Rätsel unbedingt näher kennenlernen möchte. Im Verlauf des Hörbuchs hatte ich jedoch zunehmend Schwierigkeiten, der Handlung zu folgen. Die vielen Zeitsprünge machen es nicht leicht, die verschiedenen Erzählstränge zusammenzuhalten. Besonders im Mittelteil verliert sich die Geschichte für meinen Geschmack etwas. Manche Elemente wie die Details rund um die magischen Oktopoden blieben für mich zu konstruiert und aufgesetzt.

Die Sprecherin des Hörbuchs hat insgesamt eine angenehme Stimme, der man gut zuhören kann. Allerdings fiel mir zu Beginn auf, dass sie beim Hotelnamen „Octopus“ zunächst falsch ausspricht, was mich beim Hören irritiert hat, später korrigiert sich das zwar, aber der erste Eindruck blieb. Insgesamt ist „Das White Octopus Hotel“ ein Hörbuch mit einer sehr spannenden Grundidee und einem atmosphärisch starken Beginn. Leider verliert sich die Geschichte im Verlauf für mich zu sehr.