Zeitreise geht auch besser

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stina23 Avatar

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Für Eve ist einiges normal, was auf andere fremdartig wirkt. Oft wird sie von einem Kaninchen, das niemand anderes zu sehen scheint, verfolgt oder ihr Oktopus-Tattoo wandert auf ihrem Körper umher und bewegt die Arme. Für sie liegt die Erklärung für all das in dem Schicksalsschlag, den sie schon als kleines Kind erleben musste. An dem ist nicht nur sie in großen Teilen zerbrochen, sondern auch ihre Familie. Einsamkeit, Kontrolle und ein nicht greifbares Sehnen prägen ihr Leben. Bis eines Tages ein alter Mann an ihrem Arbeitsplatz auftaucht und damit der Stein für ein Abenteuer angestoßen wird, das Eve nicht nur in andere Länder, sondern auch in andere Zeiten führt.
Zu Beginn hat mich das Buch recht schnell begeistert. Die Aussicht auf eine Zeitreise mit ungeahnten Folgen hat in mir viel Vorfreude ausgelöst. Eve wirkt aufgrund ihrer Traumata unnahbar, kalt und sehr kontrolliert. Sie fühlt sich in ihrer Umgebung, eigentlich in ihrem gesamten Leben falsch, akzeptiert als Erwachsene aber ihr Schicksal, hat jedoch auch Träume und Ziele verloren. Als dann das Unglaubliche geschieht, scheint das wie der Startschuss in ein Abenteuer, das alles, inklusive Eve verändern kann. Für mich ist das leider nicht geschehen. Eve ist weiterhin ein Rätsel für mich geblieben, sehr unnahbar und wenig greifbar. Besonders schade fand ich, dass die angeblich große Liebe mit den tiefen Gefühlen für mich absolut nicht als solche nachvollziehbar war. Zu oberflächlich wurde über sie geschrieben, zu wenig wurde die Leidenschaft transportiert. Obwohl sich einige Wendungen im Buch auftun und das Zeitreisen ein interessanter Aspekt ist, hängt immer etwas Düsteres über der Geschichte.
Mir hat das Buch nur in Teilen gefallen und meine Erwartungen wurden nicht erfüllt. Es hat mich einfach nicht gepackt.