Zeitreisen, Magie und zwei gebrochene Seelen

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sweinzie Avatar

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Die Geschichte fängt recht gemütlich an. Wir lernen Eve kennen, die als Kunsthändlerin etwas isoliert lebt und eine Schuld als der Kindheit mit sich trägt. Ein mysteriöser Besucher ruft sie in das White Octopus Hotel in die Schweiz., das doch eigentlich schon lange geschlossen ist. Dennoch wagt Eve eine Reise an den Ort, denn das Bild der Oktopusse begleitet sich bereits durch ihr ganzes Leben in Form von Porzellan, Glücksbringer oder Tattoo oder Motiv auf ihren Bildern. Im Hotel angekommen beginnt dann die Reise. Denn als sie die Zimmer begutachtet kommt sie durch ein Zimmer in die Vergangenheit des Hotels und trifft dort bekannte Gesichter.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Eve und Max, sowie in verschiedenen Zeiten beschrieben. Allerdings ist das jeweils klar ersichtlich. Anfangs fragt man sich, warum das relevant ist aber die Lücke schliesst sich gegen Ende.
Die Geschichte ist interessant und verworren. Magische Element und die Möglichkeit in dem Hotel durch die Zeit zu reisen ist spannend. Dennoch weiss man ab und zu nicht wer in der Zeit lebt und wer ein Zeitreisender, und auch der Protagonist fragt hin und wieder "Wer bist du, bist du wahr?" Was mir aber gefallen hat ist, dass trotz all der Zeitreisen, zumindest für mich, die Geschichte konsistent war. Oft denkt man sich ja, wenn die Person jetzt in die Zeit reist und auf die Menschen trifft die sie kennt, dann passt das mit der Zukunft nicht mehr. Aber hier war dieses Netzt war für mich solider, wenn auch gegen Ende ziemlich verworren.
Eve und Max sind zwei spannende Personen, die viel erlebt haben und sich daher von anderen distanzieren. Sie öffnen sich langsam füreinander und am Ende stehen ungeahnte Enthüllungen und ein Ende dass mir dann doch eine Träne abgerungen hat. Mir gefällt wie vor allem bei Eve der Twist dargestellt ist zwischen ihren Motiven und ihrer Tat und ihrem heutigen Handeln und Bild von sich.
Die Geschichte ist spannend und interessant, manchmal verwirren, manchmal etwas grausam, da Max aus dem Krieg kommt und das erlebte zu verarbeiten hat. Das Magische steht weniger im Vordergrund als die Tatsache, dass die Oktopusse und Uhren in dem Hotel für die Zeitreise verantwortlich sind.
Die Geschichte ist unterhaltsam und interessant. Der Plot ist erfrischend anders. Mit den beiden Sprechern Sarah Dorsel und Sebastian Fischer werden Eve und Max tolle Stimmen gegeben. Sie passen durch ihre Klangfarbe und Art super zu der Geschichte und passen für mich auch zu dem Alter der Person und deren Wesen. Dennoch hat Sarah Dorsel auch Max toll gesprochen wenn die Geschichte aus Eves perspektive geschildert wurde. Ein tolles Hörerlebnis, dass aber durch die verworren Zeitsprünge bei mir oft dazu geführt hat, dass ich nochmal zurück spuhlen musste. Trotzdem ein tolles Hörerlebnis.