Nicht überzeugt

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Ich habe das Buch "Das Zauberwort heißt Nein" gemeinsam mit meinem vierjährigen Sohn gelesen. Da uns das Thema Prävention und das Setzen von Grenzen sehr am Herzen liegt, waren meine Erwartungen entsprechend hoch.

Das Buch ist optisch sehr ansprechend gestaltet. Die Bilder sind schön und die Farbgebung ist angenehm und kindgerecht. Ein kleiner Kritikpunkt am Layout: Das Foto der Autorin direkt auf dem Cover hätte für meinen Geschmack nicht sein müssen; das nimmt dem illustrierten Charme etwas den Platz.

Am Anfang war es für meinen Sohn sehr verwirrend, welche Katze welcher Name ist. Die Zeichnungen machen die Zuordnung nicht sofort klar. Erst nach einer Weile haben wir verstanden, dass Fiete die orangefarbene Katze ist.


Der Text arbeitet oft mit Pronomen, ohne den Namen erneut zu nennen. Das machte es für einen Vierjährigen schwer, der Handlung flüssig zu folgen.

Mein Sohn wollte nach der Hälfte eine Pause machen und erst am nächsten Tag weiterlesen – die Geschichte scheint also stellenweise etwas langatmig oder zu komplex für die Zielgruppe zu sein.

Das eigentliche Ziel, Kindern beizubringen, „Nein“ zu sagen, auch im Kontext der Missbrauchsprävention, kam bei uns leider nicht klar genug an.

:Das, was bei meinem Sohn am meisten hängen geblieben ist, war die Szene, in der die Katze die Maus fressen wollte. Er fand das eher lustig, was den ernsten Kern der Geschichte leider etwas überlagert hat.

Das Thema ist extrem wichtig, aber die Metaphern in der Geschichte waren für uns nicht greifbar genug, um die Botschaft effektiv zu vermitteln.