Eine Villa mit düsterer Geschichte

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obilot Avatar

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Marlowe hat einen ganz besonderen Ferienjob, sie gibt zusammen mit einigen anderen Jugendlichen Führungen in einem „Horrorhaus“ indem vor vielen Jahrzehnten ein exzentrischer Herr mit seiner Familie gelebt hat, bis sich ein tragisches Unglück ereignete.

Die Erzählung des Romans unterteilt sich in eine Rahmen- und eine Binnenhandlung, wobei die Rahmenhandlung etwa doppelt so umfangreich ist als die Binnenhandlung. Im Verlauf des Romans erfahren wir immer mehr über die sonderbare Villa und deren Bewohner. Hinter der einzigartigen Architektur und dem außergewöhnlichen Lebensstil des Hausherren verbergen sich Abgründe. Die Fassade des harmonischen Familienlebens bekommt immer mehr Risse und die Dinge erscheinen immer mehr in einem anderen Licht. Aber auch in der Rahmenhandlung ist ein Unfall passiert, der von den Beteiligten als offenes Geheimnis gehütet wird und in dem Marlowe immer mehr Einblicke erhält.

Die Stimmung, das Setting und die Spannung haben mir in diesem Roman sehr gut gefallen. Jedoch fand ich das die beiden Handlungsstränge oft etwas unverbunden oder konstruiert erscheinen. Es findet ein Fortgang der Binnenhandlung statt, ohne dass man wüsste wie diese in Verbindung mit der Rahmenhandlung steht. Diese Art der Konstruktion hat mich etwas gestört.

Gut gefallen hat mir das düstere Cover ganz in grün und leuchtendem gelb. Es ist auffallend, erweckt eine dunkle Vorahnung und ist durch seine Farbgebung dennoch harmonisch. Im Innenteil, verleihen die reißerisch gestalteten Kapitelzahlen dem Ganzen eine zusätzliche Spannung.