Hexen mal anders

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tobi89 Avatar

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Die Leseprobe zieht einen sofort in ein verdammt düsteres, beklemmendes Setting, das ohne unnötigen Schnörkel direkt auf den Punkt kommt und ab der ersten Seite eine spürbare Bedrohung aufbaut.
Das Cover sieht zwar nach schickem Romantasy-Mainstream aus, aber die Story dahinter schlägt eine angenehm raue Richtung ein. Der Schreibstil liest sich flüssig und schnörkellos, ohne in geschwollene Klischees abzudriften. Vor allem die Grundprämissen sitzen: Die Hexen sind hier keine allmächtigen Weltenretter, sondern eine geschwächte, verzweifelte Truppe, deren Magievorrat wie eine auslaufende Batterie zur Neige geht – das verleiht den Entscheidungen echtes Gewicht. Die Dynamik zwischen den Schwestern erzeugt sofort greifbare Konflikte. Allerdings kratzen die Charaktere bisher noch etwas an der Oberfläche: Iris wirkt in ihren Gewissensbissen zwar nahbar, aber ihre verbotene Romanze mit August droht schnell in abgegriffene »Romeo und Julia«-Muster zu verfallen, wenn die beiden Zirkel nicht bald mehr vielschichtige Grautöne offenbaren.
Ich hoffe inständig, dass die Story nicht in eine weichgespülte Liebesgeschichte abdriftet, sondern die knallharte Verzweiflung und das feindselige Zirkel-Establishment konsequent weiterdenkt. Ich will wissen, was wirklich hinter dem magischen Substanzverlust und dem Verschwinden von Maya steckt, und erwarte eine logische, durchdachte Magie-Lore statt billiger Plot-Hacks.