Alles nur Show
Eine Geschichte über verfeindete Hexenfamilien, deren Vergangenheit bis in die Gegenwart hineinreicht, hat mich direkt neugierig gemacht. Death of a Witch verbindet diese Ausgangslage mit einer romantischen Geschichte und gefährlichen Prüfungen. Herausgekommen ist für mich ein unterhaltsames Buch, das einige sehr schöne Ideen besitzt, mich aber nicht in allen Bereichen vollständig überzeugen konnte.
Besonders positiv ist mir der Schreibstil aufgefallen. E. V. Woods schreibt leicht und zugänglich, wodurch ich schnell in die Geschichte gefunden habe. Die Atmosphäre passt ebenfalls sehr gut zum Thema. Alte Familien, Magie, Geheimnisse und ein gefährlicher Wettstreit ergeben eine interessante Mischung. Trotzdem entwickelt sich die Handlung zunächst eher langsam. Gerade am Anfang hätte ich mir etwas mehr Spannung gewünscht, da die wirklich interessanten Elemente für meinen Geschmack erst relativ spät in den Mittelpunkt rücken. Sobald die Prüfungen beginnen, gewinnt die Geschichte jedoch deutlich an Tempo. Von diesem Zeitpunkt an wollte ich wesentlich häufiger wissen, wie es weitergeht.
Iris ist eine Protagonistin, die vor allem durch ihre Menschlichkeit auffällt. Sie ist keine unbesiegbare Heldin, sondern besitzt Ängste, Zweifel und Schwächen. Grundsätzlich mochte ich diesen Ansatz, allerdings hätte ich mir gewünscht, dass sie sich in manchen Situationen stärker auf ihre eigenen Fähigkeiten verlässt. Ihre Hilfsbereitschaft und ihre Loyalität machen sie sympathisch, gleichzeitig sorgt ihre Unsicherheit dafür, dass sie teilweise etwas passiv wirkt. Ihre Entwicklung im Laufe der Handlung hat mir dafür gut gefallen, denn sie beginnt zunehmend, ihre eigenen Überzeugungen zu hinterfragen.
August empfand ich als interessanten Gegenpart. Seine Persönlichkeit erschließt sich erst nach und nach und gerade dadurch wollte ich mehr über ihn erfahren. Die Verbindung zwischen Iris und August lebt stark von ihrer gemeinsamen Vergangenheit. Ihre Beziehung entwickelt sich langsam und eher vorsichtig, was grundsätzlich gut zu ihrer Geschichte passt. Trotzdem hätte ich mir gerade zu Beginn etwas mehr emotionale Spannung zwischen ihnen gewünscht. Erst später konnte ich wirklich nachvollziehen und fühlen, warum die beiden einander so viel bedeuten.
Besonders interessant fand ich die Hintergründe der beiden Hexenfamilien. Die Geschichte beschäftigt sich damit, wie Konflikte über Generationen weitergetragen werden und wie schwierig es sein kann, sich von den Vorstellungen der eigenen Familie zu lösen. Dadurch steckt hinter der Fantasyhandlung auch die interessante Frage, ob man einen Streit weiterführen muss, nur weil frühere Generationen es getan haben.
Das Magiesystem und die unterschiedlichen Familien hätten für meinen Geschmack noch ausführlicher dargestellt werden dürfen. Die vorhandenen Ansätze haben mir gefallen und gerade deshalb hätte ich gerne noch tiefer in diese Welt geblickt. Die Prüfungen sorgen dafür für Abwechslung und gehören für mich zu den stärkeren Abschnitten des Romans. Auch einige Geheimnisse und Wendungen bringen später zusätzliche Spannung hinein, selbst wenn sich nicht jede Entwicklung vollkommen unerwartet anfühlt.
Insgesamt hat Death of a Witch bei mir einen soliden Eindruck hinterlassen. Der angenehme Schreibstil, die Hexenatmosphäre, die Familiengeheimnisse und die zunehmende Entwicklung der Beziehung zwischen Iris und August haben mir gefallen. Dem gegenüber stehen ein recht langsamer Beginn, eine Protagonistin, von der ich mir stellenweise mehr Eigenständigkeit gewünscht hätte, und ein Worldbuilding, das sein interessantes Potenzial für mich nicht vollständig ausschöpft.
Trotzdem hatte ich besonders in der zweiten Hälfte eine gute Zeit mit der Geschichte. Sie konnte mich unterhalten und hatte einige spannende und emotionale Momente, ohne für mich zu einem Highlight zu werden. Deshalb passen 3 Sterne für mein Lesegefühl sehr gut.
Besonders positiv ist mir der Schreibstil aufgefallen. E. V. Woods schreibt leicht und zugänglich, wodurch ich schnell in die Geschichte gefunden habe. Die Atmosphäre passt ebenfalls sehr gut zum Thema. Alte Familien, Magie, Geheimnisse und ein gefährlicher Wettstreit ergeben eine interessante Mischung. Trotzdem entwickelt sich die Handlung zunächst eher langsam. Gerade am Anfang hätte ich mir etwas mehr Spannung gewünscht, da die wirklich interessanten Elemente für meinen Geschmack erst relativ spät in den Mittelpunkt rücken. Sobald die Prüfungen beginnen, gewinnt die Geschichte jedoch deutlich an Tempo. Von diesem Zeitpunkt an wollte ich wesentlich häufiger wissen, wie es weitergeht.
Iris ist eine Protagonistin, die vor allem durch ihre Menschlichkeit auffällt. Sie ist keine unbesiegbare Heldin, sondern besitzt Ängste, Zweifel und Schwächen. Grundsätzlich mochte ich diesen Ansatz, allerdings hätte ich mir gewünscht, dass sie sich in manchen Situationen stärker auf ihre eigenen Fähigkeiten verlässt. Ihre Hilfsbereitschaft und ihre Loyalität machen sie sympathisch, gleichzeitig sorgt ihre Unsicherheit dafür, dass sie teilweise etwas passiv wirkt. Ihre Entwicklung im Laufe der Handlung hat mir dafür gut gefallen, denn sie beginnt zunehmend, ihre eigenen Überzeugungen zu hinterfragen.
August empfand ich als interessanten Gegenpart. Seine Persönlichkeit erschließt sich erst nach und nach und gerade dadurch wollte ich mehr über ihn erfahren. Die Verbindung zwischen Iris und August lebt stark von ihrer gemeinsamen Vergangenheit. Ihre Beziehung entwickelt sich langsam und eher vorsichtig, was grundsätzlich gut zu ihrer Geschichte passt. Trotzdem hätte ich mir gerade zu Beginn etwas mehr emotionale Spannung zwischen ihnen gewünscht. Erst später konnte ich wirklich nachvollziehen und fühlen, warum die beiden einander so viel bedeuten.
Besonders interessant fand ich die Hintergründe der beiden Hexenfamilien. Die Geschichte beschäftigt sich damit, wie Konflikte über Generationen weitergetragen werden und wie schwierig es sein kann, sich von den Vorstellungen der eigenen Familie zu lösen. Dadurch steckt hinter der Fantasyhandlung auch die interessante Frage, ob man einen Streit weiterführen muss, nur weil frühere Generationen es getan haben.
Das Magiesystem und die unterschiedlichen Familien hätten für meinen Geschmack noch ausführlicher dargestellt werden dürfen. Die vorhandenen Ansätze haben mir gefallen und gerade deshalb hätte ich gerne noch tiefer in diese Welt geblickt. Die Prüfungen sorgen dafür für Abwechslung und gehören für mich zu den stärkeren Abschnitten des Romans. Auch einige Geheimnisse und Wendungen bringen später zusätzliche Spannung hinein, selbst wenn sich nicht jede Entwicklung vollkommen unerwartet anfühlt.
Insgesamt hat Death of a Witch bei mir einen soliden Eindruck hinterlassen. Der angenehme Schreibstil, die Hexenatmosphäre, die Familiengeheimnisse und die zunehmende Entwicklung der Beziehung zwischen Iris und August haben mir gefallen. Dem gegenüber stehen ein recht langsamer Beginn, eine Protagonistin, von der ich mir stellenweise mehr Eigenständigkeit gewünscht hätte, und ein Worldbuilding, das sein interessantes Potenzial für mich nicht vollständig ausschöpft.
Trotzdem hatte ich besonders in der zweiten Hälfte eine gute Zeit mit der Geschichte. Sie konnte mich unterhalten und hatte einige spannende und emotionale Momente, ohne für mich zu einem Highlight zu werden. Deshalb passen 3 Sterne für mein Lesegefühl sehr gut.