Witchy Romeo and Juliet

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mallory90 Avatar

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Dem Fantasyroman „Death of a Witch“ von der Autorin E. V. Woods habe ich mit Spannung entgegengefiebert, doch nach dem Beenden ebenjenes Buches war ich nicht unbedingt enttäuscht, aber in jedem Fall stark ernüchtert. Ich würde dieses Buch daher eher einem jüngeren Publikum ans Herz legen (ca. 12-Jährige) und nicht einer erwachsenen Leserschaft oder Fantasylesern mit mehr „Erfahrung“ und „Erwartung“.

Gut gefallen hat mir das wunderschöne Buchcover mit passendem Farbschnitt, die Thematik im Generellen und der angenehme, flüssige Schreibstil der Autorin.
Die Geschichte handelt von zwei verfeindeten Hexenfamilien, deren Macht schwindet und nur durch Zusammenarbeit gerettet werden können.
Die Protagonistin Iris machte auf mich eher einen naiven, kindlichen Eindruck, der nur die Anerkennung der Familie wichtig ist, selbst wenn sie als Kind eine Freundschaft zum jetzigen Antagonisten August verbinden sollte. August wirkte auf mich wesentlich reifer und differenzierter, da er nicht nur das Gesamtkonzept einer „bösen“ Familie sieht, sondern auch Iris als eigenständige Person. Spannung wurde allerdings erst wirklich aufgebaut, als sie zusammen zum Gallows House reisen und dort erstmals zusammenarbeiten müssen.
Als Pluspunkt dieser Geschichte wäre noch anzumerken, dass es den geneigten Leser dazu auffordern könnte, über Familiensysteme, Werte und Glaubensfragen nachzudenken und damit nicht alles ungefiltert als eigene Meinung zu übernehmen und sich bewusst zu machen, wie schwierig es manchmal sein kann, sich von den Vorstellungen der eigenen Familie zu lösen.

Fazit:
„Death of a Witch“ verbindet einen Zwist zwischen zwei Hexenfamilien mit einer romantischen Geschichte und magisch herausfordernden Prüfungen. Herausgekommen ist für mich allerdings nur ein mäßig unterhaltsames Buch, das zwar einige schöne Ideen verbindet, aber doch eine Welt aufbaut, die weit unter ihrem Potenzial geblieben ist.
Insgesamt ist es für mich daher eine glatte 3-Stern-Bewertung.