Zarte Liebe

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pelicant Avatar

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"Death of a Witch" hat mich zunächst vor allem durch das wunderschöne Cover, den Titel und den Klappentext angesprochen. Auch die Leseprobe fand ich richtig interessant, denn die Geschichte rund um zwei verfeindete Hexenzirkel und eine Welt, in der die Magie langsam zu versiegen scheint, klang für mich nach einer spannenden Mischung.

Im Mittelpunkt stehen Iris und August, die aus den beiden verfeindeten Zirkeln stammen. Zwischen den beiden entwickelt sich ganz vorsichtig eine zarte Liebe. Ihre Annäherung ist eher zurückhaltend und von kleinen, jugendhaften Momenten geprägt. Dadurch hat ihre Beziehung etwas Leichtes und Niedliches. Für mich war es allerdings eher eine verbotene Liebe, die sich trotz der bestehenden Konflikte langsam entwickelt.

Mit der Gestaltung der beiden Protagonisten hatte ich trotzdem so meine Schwierigkeiten, vor allem im Zusammenhang mit dem restlichen Setting. Iris und August begegnen sich oft sehr einfältig und unerfahren, während ihre Welt eigentlich von Feindschaft, schwindender Magie und teilweise ziemlich brutalen Ereignissen geprägt ist. Für mich wollte das nicht immer ganz zusammenpassen für die Zielgruppe des Buches. Gerade deshalb fiel es mir schwer, die beiden wirklich in dieser düsteren Welt zu verorten.

Der Schreibstil selbst ist leicht und unkompliziert und lässt sich dadurch angenehm lesen.

Die Hintergründe der Feindschaft zwischen den beiden Hexenzirkeln wurden für meinen Geschmack zu schnell geklärt. Dadurch wirkte der langjährige Hass auf mich nicht ganz so bedeutend, wie ich es bei dieser Ausgangssituation erwartet hätte. Dabei hatte die Geschichte für mich durchaus viel Potenzial, das leider nicht vollständig genutzt wurde.

Insgesamt bin ich leider nicht ganz so gut in die Geschichte hineingekommen, wie ich es mir gewünscht hätte. Trotzdem kann ich mir gut vorstellen, dass gerade die vorsichtige Liebesgeschichte, die leichte Atmosphäre und die märchenhaften, dunklen Elemente bei anderen Leserinnen und Lesern sehr gut ankommen können.
Für mich war es letztlich vor allem die Kombination aus der Charaktergestaltung und dem düsteren Setting, die nicht ganz meinen Geschmack getroffen hat. Ich hatte dennoch Freude mit dem Buch.