Zu unauthentisch

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ankhesenamun Avatar

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Ich bin mit den Charakteren leider nicht wirklich warm geworden.

In "Death of a Witch" lesen wir die Geschichte rund um zwei verfeindete Hexenzirkel, die sich gegenseitig die Schuld für das Versiegen der Magie verantwortlich machen. Die Gründe dafür wurden ziemlich zügig "ausgeräumt" und kamen bei mir als Leserin etwas unpassend für eine so große Feindschaft an.

Im Zentrum stehen die Protagonisten Iris und August, mit denen ich irgendwie so gar nicht warm geworden bin. Sie handeln meiner Meinung nach viel zu infantil für ihr Alter und auch der Schreibstil hat dazu beigetragen, dass ich mich immer wieder in ein beliebiges Abenteuerbuch aus meiner früheren Kindheit versetzt gefühlt habe. Der Schreibstil passte für mich überhaupt nicht zur Geschichte und wirkte auf mich eher wie aus einem Kinderbuch. Er ist nicht schlecht, jedoch unpassend.

Die Liebesgeschichte der beiden kam bei mir ebenso rüber, wie die erste Jugendliebe und das damit einhergehende unreifere, aber niedliche Geplänkel, obwohl die beiden doch etwas älter und reifer sind als das. Das war für mich zu unauthentisch. Ich habe da auch nicht unbedingt ein wirkliches "Enemies to Lovers" erkennen können, sondern eher eine verbotene Liebe.

Die ganze Charaktergestaltung hat mir sehr den Lesespaß genommen, weil es so derbe präsent war und es sich beim besten Willen nicht ausblenden ließ.

Das Cover ist total hübsch und sprach mich mit Titel und Klappentext sehr an. Auch die Leseprobe fand ich mega interessant. Danach fühlte ich mich aber immer unwohler mit den Charakteren, obwohl die Story viel Potenzial hatte, das bedauerlicherweise nicht genutzt wurde.

Wäre der brutalere Teil des Buches deutlich abgeschwächt, hätte ich es für ein Kinder- oder Jugendbuch gehalten und dann kann man bestimmt viel Freude mit der Geschichte haben. So in dieser Konstellation konnte es mich leider nicht überzeugen. Wer eine leichte Geschichte zum Träumen und Schwelgen in alten Erinnerungen sucht, ist hier aber goldrichtig.