Zwischen Streit und Liebe
Eine solide Hexenromantasy, die etwas Zeit braucht
Handlung und Spannungsbogen
Die Grundidee von Death of a Witch hat mir von Anfang an gut gefallen. Verfeindete Hexenfamilien, schwindende Magie, eine gemeinsame Vergangenheit und gefährliche Prüfungen bieten eine interessante Grundlage für die Geschichte. Der Schreibstil macht den Einstieg zwar angenehm leicht, trotzdem hat die Handlung für mich relativ lange gebraucht, um richtig in Fahrt zu kommen. Gerade im ersten Drittel passiert vergleichsweise wenig und ich habe darauf gewartet, dass die eigentliche Geschichte endlich beginnt. Sobald die Prüfungen starten, verändert sich das zum Glück deutlich. Die Handlung wird spannender, es entstehen gefährliche Situationen und auch die Geheimnisse rund um die verschiedenen Familien gewinnen zunehmend an Bedeutung. Besonders die zweite Hälfte konnte mich dadurch wesentlich besser unterhalten. Nicht jede Entwicklung hat mich überrascht und manche Auflösung konnte ich bereits relativ früh erahnen, trotzdem gab es auch Momente, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Insgesamt hätte ich mir lediglich gewünscht, dass die Spannung gleichmäßiger über das gesamte Buch verteilt gewesen wäre.
Charaktere und Charakterentwicklung
Iris ist grundsätzlich eine sympathische Protagonistin. Sie ist gütig, besitzt klare Moralvorstellungen und möchte vor allem die Menschen beschützen, die ihr wichtig sind. Trotzdem hatte ich mit ihr immer wieder meine Schwierigkeiten. Gerade während der gefährlicheren Situationen hätte ich mir mehr Eigenständigkeit von ihr gewünscht. Mir fehlte teilweise der Eindruck, dass sie trotz ihrer begrenzten Möglichkeiten selbst nach Lösungen sucht und sich behaupten kann. Gleichzeitig entwickelt sie sich im Laufe der Geschichte weiter und beginnt, ihre eigenen Entscheidungen und die Überzeugungen ihrer Familie stärker zu hinterfragen. Das hat ihre Figur für mich gegen Ende wieder deutlich interessanter gemacht.
August konnte ich zu Beginn ebenfalls nicht vollständig einschätzen. Er wirkt teilweise sehr distanziert und gerade im Hinblick auf die gemeinsame Vergangenheit der beiden hätte ich mir zunächst mehr Kommunikation gewünscht. Mit zunehmender Handlung wurde er mir jedoch sympathischer und man erkennt immer stärker, dass hinter seinem Verhalten wesentlich mehr steckt.
Beziehung zwischen den Charakteren
Die Beziehung zwischen Iris und August hat mir grundsätzlich gefallen, brauchte für mich aber ebenfalls etwas Zeit. Gerade zu Beginn wusste ich zwar, dass die beiden einmal Gefühle füreinander hatten, wirklich gespürt habe ich davon jedoch relativ wenig. Ihre gemeinsame Reise hätte meiner Meinung nach noch mehr Raum für Gespräche, unterschwellige Anziehung und unausgesprochene Gefühle bieten können. Im weiteren Verlauf entwickelt sich ihre Dynamik jedoch deutlich weiter. Besonders schön fand ich, dass man irgendwann merkt, wie wichtig sie einander tatsächlich sind. Dadurch konnte mich die romantische Entwicklung in der zweiten Hälfte wesentlich stärker überzeugen.
Worldbuilding und Schreibstil
Das Worldbuilding rund um die Hexenfamilien und ihre Magie fand ich interessant. Besonders die unterschiedlichen Machtverhältnisse und die Frage, welche Auswirkungen alte Konflikte auf die heutigen Generationen haben, haben mir gefallen. Hier hätte ich mir stellenweise sogar noch mehr Informationen über die magische Welt und die verschiedenen Familien gewünscht. Auch die Prüfungen bringen eine schöne Abwechslung in die Geschichte und sorgen dafür, dass die magischen Elemente stärker in den Mittelpunkt rücken.
Der Schreibstil von E. V. Woods war für mich durchgehend angenehm. Das Buch lässt sich flüssig lesen und gerade während der spannenderen Szenen funktioniert die Erzählweise sehr gut. Mein Problem mit dem ersten Drittel lag daher weniger am Schreibstil als am eher langsamen Erzähltempo.
Kritik und Fazit
Mein größter Kritikpunkt bleibt der Einstieg. Die Geschichte besitzt eigentlich viele spannende Elemente, nutzt diese für meinen Geschmack aber erst relativ spät vollständig aus. Auch Iris hätte ich gerne etwas selbstständiger erlebt und die Beziehung zwischen ihr und August hätte gerade am Anfang mehr Knistern vertragen können. Gleichzeitig möchte ich das Buch aber auch nicht schlechter machen, als ich es empfunden habe. Sobald die Handlung an Fahrt gewinnt, hatte ich durchaus Spaß beim Lesen. Die Prüfungen waren abwechslungsreich, die Geheimnisse der Familien haben mich neugierig gemacht und auch Iris und August konnten mich als Paar mit der Zeit immer mehr überzeugen.
Death of a Witch war für mich deshalb insgesamt eine solide Hexenromantasy mit einer schönen Grundidee und einem angenehmen Schreibstil, die ihr Potenzial leider nicht immer vollständig ausschöpft. Gerade die zweite Hälfte hat mir deutlich besser gefallen und einige Entwicklungen konnten mich durchaus überraschen. Kein Highlight für mich, aber definitiv auch kein schlechtes Buch. Für mich sind es daher gute 3 Sterne.
Handlung und Spannungsbogen
Die Grundidee von Death of a Witch hat mir von Anfang an gut gefallen. Verfeindete Hexenfamilien, schwindende Magie, eine gemeinsame Vergangenheit und gefährliche Prüfungen bieten eine interessante Grundlage für die Geschichte. Der Schreibstil macht den Einstieg zwar angenehm leicht, trotzdem hat die Handlung für mich relativ lange gebraucht, um richtig in Fahrt zu kommen. Gerade im ersten Drittel passiert vergleichsweise wenig und ich habe darauf gewartet, dass die eigentliche Geschichte endlich beginnt. Sobald die Prüfungen starten, verändert sich das zum Glück deutlich. Die Handlung wird spannender, es entstehen gefährliche Situationen und auch die Geheimnisse rund um die verschiedenen Familien gewinnen zunehmend an Bedeutung. Besonders die zweite Hälfte konnte mich dadurch wesentlich besser unterhalten. Nicht jede Entwicklung hat mich überrascht und manche Auflösung konnte ich bereits relativ früh erahnen, trotzdem gab es auch Momente, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Insgesamt hätte ich mir lediglich gewünscht, dass die Spannung gleichmäßiger über das gesamte Buch verteilt gewesen wäre.
Charaktere und Charakterentwicklung
Iris ist grundsätzlich eine sympathische Protagonistin. Sie ist gütig, besitzt klare Moralvorstellungen und möchte vor allem die Menschen beschützen, die ihr wichtig sind. Trotzdem hatte ich mit ihr immer wieder meine Schwierigkeiten. Gerade während der gefährlicheren Situationen hätte ich mir mehr Eigenständigkeit von ihr gewünscht. Mir fehlte teilweise der Eindruck, dass sie trotz ihrer begrenzten Möglichkeiten selbst nach Lösungen sucht und sich behaupten kann. Gleichzeitig entwickelt sie sich im Laufe der Geschichte weiter und beginnt, ihre eigenen Entscheidungen und die Überzeugungen ihrer Familie stärker zu hinterfragen. Das hat ihre Figur für mich gegen Ende wieder deutlich interessanter gemacht.
August konnte ich zu Beginn ebenfalls nicht vollständig einschätzen. Er wirkt teilweise sehr distanziert und gerade im Hinblick auf die gemeinsame Vergangenheit der beiden hätte ich mir zunächst mehr Kommunikation gewünscht. Mit zunehmender Handlung wurde er mir jedoch sympathischer und man erkennt immer stärker, dass hinter seinem Verhalten wesentlich mehr steckt.
Beziehung zwischen den Charakteren
Die Beziehung zwischen Iris und August hat mir grundsätzlich gefallen, brauchte für mich aber ebenfalls etwas Zeit. Gerade zu Beginn wusste ich zwar, dass die beiden einmal Gefühle füreinander hatten, wirklich gespürt habe ich davon jedoch relativ wenig. Ihre gemeinsame Reise hätte meiner Meinung nach noch mehr Raum für Gespräche, unterschwellige Anziehung und unausgesprochene Gefühle bieten können. Im weiteren Verlauf entwickelt sich ihre Dynamik jedoch deutlich weiter. Besonders schön fand ich, dass man irgendwann merkt, wie wichtig sie einander tatsächlich sind. Dadurch konnte mich die romantische Entwicklung in der zweiten Hälfte wesentlich stärker überzeugen.
Worldbuilding und Schreibstil
Das Worldbuilding rund um die Hexenfamilien und ihre Magie fand ich interessant. Besonders die unterschiedlichen Machtverhältnisse und die Frage, welche Auswirkungen alte Konflikte auf die heutigen Generationen haben, haben mir gefallen. Hier hätte ich mir stellenweise sogar noch mehr Informationen über die magische Welt und die verschiedenen Familien gewünscht. Auch die Prüfungen bringen eine schöne Abwechslung in die Geschichte und sorgen dafür, dass die magischen Elemente stärker in den Mittelpunkt rücken.
Der Schreibstil von E. V. Woods war für mich durchgehend angenehm. Das Buch lässt sich flüssig lesen und gerade während der spannenderen Szenen funktioniert die Erzählweise sehr gut. Mein Problem mit dem ersten Drittel lag daher weniger am Schreibstil als am eher langsamen Erzähltempo.
Kritik und Fazit
Mein größter Kritikpunkt bleibt der Einstieg. Die Geschichte besitzt eigentlich viele spannende Elemente, nutzt diese für meinen Geschmack aber erst relativ spät vollständig aus. Auch Iris hätte ich gerne etwas selbstständiger erlebt und die Beziehung zwischen ihr und August hätte gerade am Anfang mehr Knistern vertragen können. Gleichzeitig möchte ich das Buch aber auch nicht schlechter machen, als ich es empfunden habe. Sobald die Handlung an Fahrt gewinnt, hatte ich durchaus Spaß beim Lesen. Die Prüfungen waren abwechslungsreich, die Geheimnisse der Familien haben mich neugierig gemacht und auch Iris und August konnten mich als Paar mit der Zeit immer mehr überzeugen.
Death of a Witch war für mich deshalb insgesamt eine solide Hexenromantasy mit einer schönen Grundidee und einem angenehmen Schreibstil, die ihr Potenzial leider nicht immer vollständig ausschöpft. Gerade die zweite Hälfte hat mir deutlich besser gefallen und einige Entwicklungen konnten mich durchaus überraschen. Kein Highlight für mich, aber definitiv auch kein schlechtes Buch. Für mich sind es daher gute 3 Sterne.