Die Tochter des Todes will eigentlich nur ein normales Leben

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dana2505 Avatar

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Die Tochter des Todes will eigentlich nur ein normales Leben

Die Idee hinter der Geschichte finde ich richtig originell. Jo ist die Tochter des Todes und muss von den negativen Gefühlen anderer Menschen zehren, um selbst zu überleben. Gleichzeitig möchte sie niemandem wirklich schaden. Schon dieser Widerspruch hat mich sofort neugierig gemacht.

Besonders gut gefällt mir Jo selbst. Obwohl ihre Situation eigentlich ziemlich düster ist, erzählt sie mit einem herrlich trockenen Humor. Dass andere Menschen sich auf Weihnachten freuen und sie dagegen bei Winterdepressionen, Familiendramen und schlechten Prüfungsergebnissen auf ihre Kosten kommt, fand ich ziemlich witzig.

Gleichzeitig wird schon am Anfang deutlich, dass ihre Fähigkeit alles andere als harmlos ist. Als ihr Hunger immer stärker wird und sie kurz darüber nachdenkt, einfach etwas von der Lebensenergie ihrer Chefin zu nehmen, kippt die Stimmung. Gerade diese Mischung aus Humor und etwas wirklich Bedrohlichem gefällt mir.

Auch das College-Setting passt für mich richtig gut zur Geschichte. Der alte Campus, der Friedhof, das Mausoleum, Herbstlaub und die frühe Dunkelheit erzeugen genau die Atmosphäre, die ich bei Dark Academia erwarte.

Am meisten interessiert mich aber Jo selbst. Sie versucht offensichtlich schon lange, sich von dem abzugrenzen, was sie durch ihren Vater ist. Ich möchte wissen, wie lange ihr das gelingt und was passiert, wenn sie irgendwann gezwungen wird, ihre Kräfte wirklich einzusetzen.

Die Leseprobe war düster, ungewöhnlich und gleichzeitig überraschend unterhaltsam. Ich möchte Jo auf jeden Fall weiter begleiten und herausfinden, ob man als Tochter des Todes tatsächlich ein ganz normales Leben führen kann.