Düster, ungewöhnlich und überraschend unterhaltsam

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
suzy27 Avatar

Von

Schon die Idee hinter „Death's Daughter“ hat mich sofort neugierig gemacht: Eine junge Frau, die ausgerechnet die Tochter des Todes ist, sich von negativen Emotionen anderer Menschen ernährt und trotzdem versucht, ein möglichst normales Leben zu führen? Das klang definitiv nach meinem Geschmack. Auch das düstere Cover passt für mich richtig gut zur Geschichte und vermittelt direkt die passende Stimmung.

Besonders gefallen hat mir die Mischung aus Dark Academia, Fantasy, Mystery und Romance. Die Atmosphäre an der Universität mochte ich sehr und gerade die mysteriösen und teilweise ziemlich düsteren Ereignisse sorgen dafür, dass man immer wieder wissen möchte, was eigentlich dahintersteckt.

Jocasta fand ich als Protagonistin ebenfalls interessant. Sie versucht verzweifelt, nicht das zu werden, was aufgrund ihrer Herkunft von ihr erwartet wird, und gerade dieser innere Konflikt hat sie für mich greifbar gemacht. Auch Devon bringt eine spannende Dynamik in die Geschichte und natürlich hat mir die romantische Spannung zwischen den Figuren gefallen.

Der Schreibstil von S. A. Barnes liest sich angenehm und locker und gerade in den spannenderen Szenen bin ich schnell durch die Seiten geflogen. Trotzdem hatte die Geschichte für mich zwischendurch auch kleinere Längen. Außerdem hätte ich gerne noch etwas mehr über die übernatürliche Welt, die Alten und ihre Nachkommen erfahren. Hier hatte ich manchmal das Gefühl, dass das interessante Worldbuilding noch stärker hätte ausgeschöpft werden können.

Insgesamt hat mich „Death's Daughter“ aber sehr gut unterhalten. Die ungewöhnliche Grundidee, die düstere Atmosphäre, Geheimnisse, Romantik und übernatürlichen Elemente ergeben eine Mischung, die genau meinen Geschmack trifft. Auch wenn mir für fünf Sterne noch das gewisse Etwas gefehlt hat, hatte ich wirklich Spaß beim Lesen.