Gemischte Gefühle

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kristja Avatar

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Ich liebe ja urbane Romantasy. Die Idee hinter dem Buch gefällt mir auch. Jocasta ist ein interessanter Charakter, der aber eine gute Moral hat. Als Tochter des Todes muss sich von den kleinen Toden des Alltags ernähren, um nicht zu verhungern. Theoretisch könnte sie ihren Hunger aber auch anders stillen, das würde aber tödlich für die anderen enden und entsprechend Fragen aufwerfen. Bei ihrer Freundin hat sie auch eher ein schlechtes Gewissen, wenn sie ihre negativen Gefühle trinkt. Dennoch kann sie nicht anders, da sie sonst verhungern würde. Neben ihr gibt es noch andere magische Nachkommen, die Sprossen, von z.B. Lust oder Krieg, die sich entsprechend von anderen Emotionen ernähren. Aber sie versucht möglichst kein Teil dieser Welt zu sein, was ich auch nachvollziehen kann. Bis zu diesem Punkt eine Story mit viel Potential.

Relativ schnell passieren dann auch die ersten komischen Dinge. Ein weiterer Spross, Devon, taucht in der Stadt auf und ihre beste Freundin wird ermordet. Dazu erfährt sie noch, dass sie zur Nachfahrin des Todes ernannt wurde, weswegen sie und alle um sie herum jetzt mit einer Zielscheibe auf dem Rücken herumlaufen. Devon ist tatsächlich mein liebster Charakter. Denn auch wenn Jo erst Rache an dem Mörder ihrer Freundin geschworen hat, hat sie null um ihre Freundin getrauert oder irgendetwas in die Richtung unternommen. Nein, eher ging es wieder nur um sie und Carter, ein Typ, mit dem sie eine Affäre am Laufen hat, die nur aus körperlicher Lust besteht. Die spicy Szenen waren einfach ständig total fehl am Platz. Dazu dann auch noch das Liebesdreieck mit Devon, was zu konstruiert wirkte. Die Liebesbeziehung hat mich leider so gar nicht abgeholt. Einfach nur unnötig. Da war leider gar kein Knistern zu spüren.

Bei diesem ganzen Liebeskram gerät der eigentliche Plot und die Welt drum herum ziemlich in den Hintergrund. Ich hätte gerne viel mehr über ihre Kräfte und die anderen Sprosse erfahren. Stattdessen läuft Jo kopflos ohne Plan herum und bringt alle um sich herum in Gefahr. Das war ehrlich gesagt ziemlich anstrengend. Entsprechend unsympathisch wurde sie mir mit der Zeit. Carter war auch so ein Nebencharakter, den man sich hätte sparen können. Da hätte man definitiv mehr aus der Story holen können. Gefühlt ist nämlich nichts passiert. Aber ich muss sagen, das Ende mit den Twists hat mir gut gefallen. Einige habe ich kommen sehen, andere nicht und die waren wirklich spannend.

Fazit:

Ich muss sagen, ich habe das Buch mit gemischten Gefühlen beendet. Die Idee finde ich total genial und auch der Start und das Ende des Buches haben mir gefallen. Aber Mittelteil nicht ganz so. Da rückte mir die eigentliche Story zu sehr in den Hintergrund und auch Jo war da eher anstrengend in ihrer Art und Weise. Der Romance-Anteil in der Story war leider nichts. Kein Kribbeln und einfach nur körperliche Lust, die ständig fehl am Platz war. Entsprechend bin ich zwiegespalten.

3.5/5 Sterne