Ich hatte völlig andere Erwartungen

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pandas_bücherblog Avatar

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Das Cover finde ich einfach nur wunderschön, da ich den Stil und die düsteren Farben liebe. Der Farbschnitt ist im Vergleich dazu eher okay - nichts Besonderes, aber passt optisch natürlich super zum dunklen Cover. Der Schreibstil von S. A. Barnes ist bildhaft, locker und lässt sich flüssig lesen. Für mein Empfinden waren die Kapitel jedoch viel zu lang, da ich gerne mal zwischendurch eins lese, wenn es die Zeit zulässt, aber das ist Geschmackssache.

Ich bin ehrlich: Ich bin mit völlig falschen Erwartungen an die Geschichte herangegangen. Erwartet habe ich eine düstere und spicy Dark Academia Romantasy rund um mysteriöse Mordfälle und Mythologie. Bekommen habe ich zwar eine düstere Story mit einigen Mordfällen und etwas Mythologie, dafür aber mit vielen Monologen, ganz viel Hin- und Her, einer kleinen Prise Spice und einigen Längen.
Das ganze Buch wird aus der Ich-Perspektive von Jo erzählt - unserer Hauptprotagonisten. Alles, was sie möchte, ist ein ganz normales Leben zu führen. Gemeinsam mit Freunden abhängen, aufs College gehen, sich verlieben ... doch als Tochter des Todes ist ihr Leben leider alles andere als normal.
Gut gefallen hat mir, dass Jo nicht einfach wahllos tötet, um zu überleben, sondern Rücksicht auf ihre Mitmenschen nimmt und wirklich nur dann von anderen zehrt, wenn es gar nicht mehr anders geht. Als ihre beste Freundin ums Leben kommt, will sie den Mörder fassen, was ich nachvollziehen kann. Allerdings hatte ich nicht wirklich das Gefühl, dass sie um sie getrauert hat - zumindest kam das nicht richtig bei mir an.
Mit Carter bin ich leider nicht so richtig warm geworden. Er und Jo haben eine Affäre, die sich aber eher aufs Körperliche reduziert. Emotional ist da nicht so viel bei mir angekommen. Devon hingegen war mein liebster Charakter. Ich mochte ihn auf Anhieb und fand es toll, dass er Jo zur Seite gestanden hat. Der restliche Freundeskreis hätte für meinen Geschmack noch besser ausgearbeitet werden können, da sie charakterlich nur an der Oberfläche gekratzt haben (bis auf Chelsea).
Die Handlung war zum Teil richtig spannend, hat sich an einigen Stellen aber richtig gezogen, da ich das Gefühl hatte, dass die Handlung einfach nicht vorankommt. Jo und Devon gehen von A nach B und dann wieder nach C, aber wirklich schlauer war ich hinterher auch nicht. Und egal, wohin sie gegangen ist, der Tod anderer Menschen hat sie auf Schritt und Tritt verfolgt. Auch der Spice war kaum vorhanden und dann eher oberflächlich beschrieben, was ich schade fand.
Das Mythologie-Thema fand ich hingegen super interessant, kam aber leider viel zu kurz. Ich hätte gerne so viel mehr über die anderen Sprosse und deren Kräfte erfahren - vor allem aber hätte ich mir eine kleine Übersicht am Anfang gewünscht.
Das Ende hat mir aber gut gefallen, da hier ein paar Twists auf uns warten.

Fazit:
"Death's Daughter" hatte sehr viel Potenzial, aber leider blieb das Buch hinter meinen Erwartungen zurück. Ich bin dennoch auf die Fortsetzung gespannt und hoffe, dass mich der nächste Band mehr von sich überzeugen kann.
3,5/5 Sterne