Interessantes Magiesystem, düster und spannend

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wordfflow Avatar

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Death's Daughter ist der Auftakt einer Murder-Mystery-Dark-Fantasy von S. A. Barnes, die für meinen Geschmack eine großartige Prämisse hat: Als Abkömmling des Todes muss Jo von Tod, Leid und Negativität zehren, womit sie sehr zu kämpfen hat. Sie möchte eigentlich nur ein ganz normaler Mensch sein, doch plötzlich überschlagen sich die Ereignisse, denn der Tod hat sie zu seiner Nachfolgerin ernannt und zeitgleich wird ihre Freundin ermordet. Während sie den Mord aufzuklären versucht, begegnet sie Gefahren und Geheimnissen, die ihre Rückkehr in ein normales Leben unmöglich machen.

Ich bin schnell in die Geschichte reingekommen, da das Buch ereignisreich beginnt und die Spannung von Anfang bis Ende gehalten wird. Der Schreibstil war dabei angenehm flüssig, sodass ich das Buch schnell ausgelesen habe.

Jos Todesmagie hat mich besonders fasziniert. Sie lernt im Laufe der Geschichte mehr über sie und beginnt, sie zu kontrollieren. Ich bin auch nach dem Ende des Buches noch neugierig darauf, mehr zu erfahren und Jo weiter zu begleiten. In ihrer neuen Rolle als Nachfolgerin des Todes wird sie noch weiter über sich hinauswachsen müssen. Aber auch Devons Magie und das System generell finde ich sehr spannend und es bietet noch viel Potential.

Jo, die wir sehr gut über ihre Gedankenwelt kennenlernen, mochte ich als Protagonistin sehr gerne. Mir hat gefallen, dass sie alles andere als perfekt ist, mit ihrer Abstammung und Magie hadert und manchmal vielleicht etwas zu naiv ist. Ihre Fähigkeiten erschweren ihr, Beziehungen jeglicher Art zu führen, da sie immer im Konflikt zwischen Nähe-zulassen und dem Ausnutzen negativer Emotionen ihres Gegenübers steht, um sich zu nähren. Ich konnte wirklich gut mit ihr mitfühlen und nachvollziehen, wie sie so in einem Liebesdreieck gelandet ist - das Dreieck ist dabei vielmehr ein 'V', da die beiden männlichen Love-Interests in Konkurrenz zueinander stehen.
Weder zu Carter, noch zu Devon habe ich eine tiefgehende Verbindung gespürt, was einerseits auf Jos emotionale Vorsicht, andererseits auf das Hin und Her zwischen den Männern zurückzuführen sein wird. Außerdem wurde dies ebenfalls benutzt, um den Suspense-Faktor zu verstärken, da ich generell niemandem, aber auch Carter und Devon nicht hundertprozentig vertrauen konnte. Die Spice-Szenen fand ich aufgrund der mangelnden emotionalen Bindung unpassend und unangenehm zu lesen.
Die Vermarktung als Spicy Romantasy hat somit für mich leider nicht ganz funktioniert. Hier erhoffe ich mir für die Fortsetzung definitiv mehr.

Das Ende hatte einige Wendungen, die mich zum Teil überrascht haben, andere konnte ich schon vorhersehen. Die Mischung hat mir dabei gut gefallen, weil ich mich einerseits ein bisschen schlau fühlen konnte (:D), das Ende aber spannend geblieben ist. Ebenfalls gefallen hat mir, dass Aspekte aufgeklärt werden konnten und das Ende gleichzeitig neugierig auf mehr macht.

Mir hat Death's Daughter insgesamt sehr gefallen und ich habe großes Interesse, Jos Geschichte weiter zu verfolgen. Romantasy Fans werden zumindest im ersten Band vermutlich nicht ganz auf ihre Kosten kommen. Dennoch kann ich das Buch allen empfehlen, die auf düstere Geschichten und Magiesysteme und/oder auf Murder-Mystery stehen.