Potential

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blauequalle Avatar

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Ich hatte gemischte Gefühle bei diesem Buch, denn die Grundidee klang wirklich interessant – besonders das düstere College-Setting, die Tochter des Todes sowie die geheimnisvollen „Alten“ und ihre Brut. Das Rätselhafte fesselte mich, und ich mochte es, mehr über die Magie und die seltsame Welt um Jo herum zu erfahren. Der Schreibstil war gut verständlich, und die Atmosphäre gehörte zu den großen Stärken des Buches. Allerdings hätte der Weltenbau meiner Meinung nach deutlich tiefgründiger sein können, da es viele Dinge gab, die ich gerne besser verstanden hätte. Die Liebesgeschichte war wohl meine größte Enttäuschung; ich spürte kaum Chemie zwischen den Figuren, und oft wirkte es eher wie bloße Anziehung als wie eine echte Beziehung. Auch einige von Jos Entscheidungen empfand ich als verwirrend, da sie nicht immer logisch erschienen.

Trotz dieser Schwächen fand ich das Buch nie wirklich langweilig; die „Dark Academia“-Stimmung und die Idee der gegeneinander kämpfenden „Alten“ gefielen mir sehr gut. Es gab Momente, in denen die Geschichte unerwartete Wendungen nahm – allerdings nicht immer zum Positiven. Das Ende wirkte etwas überhastet und ließ einige Fragen offen, doch ich bin neugierig genug auf diese Welt, um in Erwägung zu ziehen, auch den nächsten Band zu lesen. Insgesamt war es eine interessante und unterhaltsame Fantasy-Geschichte, die jedoch mit einer besseren Liebesgeschichte, einem ausgefeilteren Weltenbau und stärker ausgearbeiteten Charakteren noch deutlich besser hätte sein können.