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lin8208 Avatar

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Die Autorin befürchtete, dass ihre Geschichte nicht nur die Bedeutung von guter Musik hervorheben wird, sondern gerade auch bei meiner Generation Nostalgie hervorrufen wird. Und das tat es auch, muss ich sagen. Doch dies tat dem Buch keinen Abbruch. Anfang der 2000er geboren zu sein, heißt mit Umbüche aufzuwachsen, gerade in der technischen Welt, und das zeigt auch dieses Buch aus den Augen der Studentin Percy beginnend im Jahr 2000.
Der Schreibstil hat mir ausgesprochen gut getan und auch die Blogeinträge der Protagonistin, bzw. ihre Schreibversuche zur Zeit von 'Ring Finger', die zwischen den Kapiteln präsent sind, waren sehr ansprechend. Die Geschichte schickt einen über Jahre hinweg auf eine Reise, zeigt Beziehungen zu Menschen auf, den eigenen Antrieb und Emotion. Und all das wird verbunden mit Musik. Die Protagonistin hat zu dieser eine ganz eigene Einstellung und sucht mehr in Songtexten, Melodien und Bridges als die meisten Menschen. Dabei diskutiert sie auch über perfekte Lieder oder perfekte Aufnahmen eines Songs - oder vielleicht sogar beides? Wie dem auch sei, die Autorin schafft hier eine Welt, die zwar manchmal etwas ins stocken gerät, aber einen trotzdem zum Nachdenken anregt und in eine Zeit abtauchen lässt, die ich so nie im passenden Alter kennenlernen durfte. Ich danke an der Stelle nur meinen Eltern, die mich mit Walkman und CDs ausgestattet haben, bevor MP3 oder Spotify auch nur im Raum standen. Durch dieses Buch konnte ich diese Zeit und vor allem die Musik wieder mehr schätzen, da es damals nicht nur einen Klick am Handy brauchte, um einen beliebigen Musiktitel abzuspielen.