Tyl und die Adlerreiter

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wonderland09 Avatar

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Gestaltung:
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Das Cover gefiel mir gut. Die Farben waren leuchtend und der Junge auf dem Adler scheint direkt auf den Betrachter zuzufliegen. Da bekommt man gleich Lust auf das Abenteuer!
Im Innenteil dagegen sind zwar viele Zeichnungen, aber sie sind alle in düsteren Grautönen gehalten und die Zeichenart fand ich furchtbar!

Inhalt:
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Tyl hatte schon immer das Gefühl, zu nichts gut genug zu sein. Sein älterer Bruder ist der Liebling des Vaters und wert genug, als Ritter ausgebildet zu werden. Tyl hingegen wird nach Auszug des Bruders vom Vater weggeschickt, der sich eine neue Familie sucht. Tyl ist im Wald ganz alleine und großen Gefahren ausgesetzt. Als er von Wölfen bedroht wird, naht Rettung in Form des Adlers Eylo, den er zuvor verletzt gefunden und geheilt hatte.
Eylo bringt ihn zu den Adlerreitern, die gegen den bösen Lord und seine Falkenreiter kämpfen. Wird Tyl sich mutig genug erweisen, ihnen zu helfen, das Land zu retten?

Mein Eindruck:
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"An Aufstehen war nicht zu denken. »Oh nein, bitte nicht«, flehte Tyl. Es war zwar niemand außer ihm da, aber er schickte ein Stoßgebet in den Himmel. Wenn er sich jetzt auch nicht mehr bewegen könnte, standen seine Chancen, das hier zu überleben, mehr als schlecht. Sein Vater und sein Bruder hatten mit allem recht gehabt. Er war einfach zu nichts nutze. Nach einem Tag im Wald war er bereits ausgeraubt und verletzt. Und all sein Wissen über die Natur, essbare Beeren und Nüsse konnte er nicht einsetzen, wenn er nicht mehr laufen konnte. Tyl setzte sich wütend und mutlos auf und seufzte angestrengt. Wie sehr hatte er sich eine Bestimmung gewünscht, wie Titus sie bereits gefunden hatte. Er selbst hatte nichts. Sogar weniger als nichts. Nicht mal eine dämliche Bestimmung." (S. 35)

Das Titelbild hatte mich angesprochen und auch die Beschreibung klang gut. Das Buch ist für Kinder ab 8 Jahren geschrieben. Insofern ist es in Ordnung, dass die Sätze und die Kapitel kurz gehalten werden. Dennoch habe ich bereits andere Bücher für diese Altersgruppe gelesen, die weniger hölzern geschrieben waren und in denen mehr erläutert wurde.
Dass das Ganze im Mittelalter spielt, kann man nur erahnen, denn die Zeit wird nicht explizit genannt und auch die Beschreibung lässt dies nur wenig erahnen. Dass Tyl von seinem Vater schlecht behandelt und einfach aus dem Haus geschmissen wird, ist für Kinder ebenfalls nicht nachvollziehbar. Die Handlung erläutert hier den Hintergrund und generell die Lebensweise der Menschen zu wenig, sodass man kein Verständnis für die Situationen der Figuren und ihre Motivation zu handeln, aufbringen kann.
Die Freundschaft zu dem Adler ist eine schöne Erzählung und auch das Abenteuer mit den Adlerreitern und der Feindesfigur ist gut aufgebaut. Auf diese Weise liest sich das Buch spannend von Anfang bis Ende. Allerdings waren viele Fragen am Schluss ungeklärt. Es bleibt zu hoffen, dass die Antworten in den Folgebänden erfolgen.
Die Kampfszenen sind fesselnd beschrieben, aber für zartbesaitete junge Leser schwer auszuhalten. Die Idee fand ich sehr gut, die Umsetzung konnte mich leider nicht überzeugen. Ich werde die Reihe nicht weiter verfolgen.

Fazit:
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Düsteres Fantasy-Mittelalter-Abenteuer mit spannender Handlung, die nichts für zartbesaitete Leser ist.