Ausgezeichnet!

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mimitatis_buecherkiste Avatar

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Im Jahr 1993 wird in Schweden eine junge Frau tot aufgefunden, ihr wurde der Kopf rasiert und es gibt Spuren von Fesselung an Armen und Beinen, anscheinend ist sie über längere Zeit gefangen gehalten worden. Kommissar Björling nimmt die Ermittlungen auf, unterstützt wird er dabei von Johanna, die hinzugezogen wird aus Stockholm. Als Björlings Tochter verschwindet, gehen bei diesem alle Alarmzeichen an, nach dem Tod seiner Frau ist sie alles, was ihm noch geblieben ist im Leben. Vom Täter aber fehlt weiterhin jede Spur.

Der vorliegende Thriller wurde mit dem schwedischen Krimipreis 2024 ausgezeichnet und eines kann ich bereits zu Beginn meines Textes verraten: Diesen Preis hat das Buch mehr als verdient! Dabei sah es anfangs gar nicht danach aus, dass der Thriller es letztendlich in meine Top Ten der besten Bücher des ersten Halbjahres 2026 schafft, denn obwohl mich der Klappentext sofort angesprochen hat, dauerte es ein paar Kapitel, bis die Geschichte mich überzeugen konnte. Diese kam mir sperrig, unnahbar und irgendwie seltsam zurückhaltend vor, was sie gemeinsam mit Kommissar Björling hat, der ein eigenwilliger Mensch ist mit vielen Baustellen und einer Trauer in sich, die ihn fast komplett aus der Bahn wirft. Auch Johanna ist kein unbeschriebenes Blatt, ihre Vergangenheit hat mich tief berührt, ihr Charakter mich für sie eingenommen. Der Weg zum Ziel ist steinig, viele Fährten legt der Autor aus, und obwohl ich zum Schluss fast sicher bin, die Lösung zu kennen, bin ich fassungslos, als das Finale naht und das Ergebnis präsentiert wird. Der Verlag wirbt mit einer eindringlichen Geschichte über Trauer, Schuld, Hoffnung und die dunklen Seiten des Menschseins. Ich sage dazu nur eines: Lesen!