Düster mit viel Luft nach oben

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern
gisel Avatar

Von

Falkenberg, Schweden, 1993. Eine junge Frau wird tot aufgefunden, ihre Haare sind wegrasiert, ihr Körper weist blaue Flecken auf, sie wurde wohl des längeren gefangen gehalten, ihre letzten Mahlzeiten bestanden aus Tierfutter. Kommissar Björling, vor kurzem Wittwer geworden und nun alleinerziehend mit seiner Teenie-Tochter, erhält Hilfe von seiner Kollegin Johanna, die selbst aus dieser Gegend kommt. Als Björlings Tochter während eines Campingausflugs verschwindet, scheint es Zusammenhänge zu geben zu der toten jungen Frau. Wird Malin rechtzeitig gefunden werden?

Beide Kommissare arbeiten nur auf Zeit miteinander, denn Johanna wurde Björling nur zeitweise als Hilfe zur Seite gestellt. Beide haben eine Vergangenheit zu bewältigen. Während man bei Björling recht schnell erfährt, dass er seine geliebte Frau überraschend verloren hat, gibt es bei Johanna nur Bruchstücke, die lange unklar bleiben. Den Anfang des Buches fand ich sehr anstrengend, denn viele Handlungsfäden sorgen für ausreichend Verwirrung. Ich kann gar nicht richtig verstehen, warum dieses Buch den schwedischen Krimipreis 2024 bekommen hat, so richtig fesseln konnte mich die Geschichte nicht. Zwischendrin spürt man die Ermittlungsflaute, und hier musste ich viel Durchhaltevermögen aufbringen, um das Buch nicht beiseite zu legen. Mit den Personen konnte ich nur teilweise warm werden, selbst wenn ich ihre Handlungen und Gedanken nachvollziehen konnte. Die Motivation des Täters scheint mir etwas zu kurz aufgearbeitet zu sein, die Auflösung hat mich nicht so recht überzeugen können.

Insgesamt kommt dieser Krimi sehr düster daher und man könnte meinen, hier wäre so manche Szene weniger besser gewesen. Letztendlich kann ich nur 3 von 5 Sternen vergeben.