Düster, tiefgründig und durchgehend spannend

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gärtnerin Avatar

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Schon die Kulisse von Carl-Johan Vallgrens „Deine Zeit wird kommen“ hat mich sofort angesprochen: Ein vielschichtiger Kriminalfall mitten in den dichten schwedischen Wäldern.
Der Einstieg ist fesselnd: Im Sommer 1993 wird eine namenlose, junge Frau tot im Wald entdeckt – kahlrasiert und ohne jede Spur. Doch kaum beginnen Kommissar Björling und seine Kollegin Johanna mit der Suche, geschieht das Unfassbare: Björlings eigene Tochter Malin verschwindet spurlos. Für den alleinstehenden Vater, der noch immer um seine verstorbene Frau trauert, beginnt ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit.
Besonders stark ist der Aufbau des Romans. Die Ermittler wirken durch ihre eigenen Sorgen und Makel ungemein menschlich und authentisch. Dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird – inklusive der beklemmenden Szenen rund um Malin –, sorgt für enorme Dynamik. Vallgren erzeugt eine wunderbar düstere, bedrückende Atmosphäre und punktet mit unerwarteten Wendungen abseits klassischer Ermittlungsmuster. Ein absolut gelungener, packender Schweden-Krimi.