Enttäuschend

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sabsisonne Avatar

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Der Klappentext versprach viel. Ein durch den Tod seiner Frau schwer angeschlagener Kommissar wird zu dem Leichenfund einer ausgemergelten jungen Frau geschickt. Hilfe bei den Ermittlungen bekommt er von einer Kollegin aus Stockholm, die auch einige Traumata mitbringt. Als die Tochter des Ermittlers und deren Freund verschwinden, geraten die Untersuchungen auf die falsche Spur.

Die Geschichte ist skandinavisch typisch düster, die Hauptcharaktere sind unterschiedlich belastet. Soweit erwartbar! Es beginnt auch spannend, allerdings flacht diese Spannung schnell ab.
Als sich der Kommissar allein auf die Suche nach der Tochter macht, fehlen mir ganz viele Emotionen. Landschaften, Ereignisse, Vergangenes werden akribisch beschrieben, Gefühle kommen eindeutig zu kurz. Dabei hätte doch ein verwitweter Vater sehr viel davon. Dass er seine tote Frau sieht, mit ihr spricht und irgendwann einfach umfällt, ist dafür kein Ersatz.
Auch die Motivation des Täters bleibt ein Rätsel, genauso wie die Mittäterschaft seines Bruders. Es findet keinerlei Konfrontation statt. Der Fall ist irgendwann beendet; alle, die nicht umgekommen sind, gehen ihrer Wege.
Das ganze lässt mich ratlos und enttäuscht zurück.

Die Auszeichnung mit dem schwedischen Krimipreis war für mich ein Gütesiegel. Im Nachhinein frage ich mich, wofür der verliehen wurde.