Schwedenkrimi voller Schwermut

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luna66 Avatar

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Carl-Johan Vallgrens Kriminalroman führt den Leser nach Schweden in das Jahr 1993. Die Leiche einer jungen Frau wird gefunden, mit dem Fall wird Kommissar Björling betraut, Unterstützung aus Stockholm erhält er in Gestalt seiner Kollegin Johanna.

Bald wird klar, dass beide Polizisten Traumata mit sich herumschleppen: Björling ist relativ frisch verwitwet und hält Zwiegespräche mit Maria, seiner verstorbenen Frau. Dann verschwindet seine Tochter und es scheint, dass ihr Verschwinden mit dem aktuellen Fall zu tun hat …Johanna wiederum hatte eine schlimme Kindheit und musste einen Überfall erleiden, außerdem fühlt sie sich schuldig am Zustand ihrer Schwester - keine optimalen Arbeitsbedingungen.

Es geht im Buch immer wieder um den Gefühlszustand der beiden Polizisten, deren Schwermut und innere Kämpfe sie zu sehr nahbaren Protagonisten machte. Den Schreibstil empfand ich als flüssig, die Geschichte selbst als spannend mit kleinen Längen. Ein Manko: die Motivation des Täters ( bzw. der Täter ) blieb mir zu vage und wurde nicht plausibel aufgelöst.