Schöne Idee, wenig Tiefgang
Ich habe „Deinen Selbstwert bestimmt nur du“ von Yoon Hong Gyun gelesen, weil mich das Thema in den letzten Monaten persönlich stark beschäftigt hat. Das Cover hat mich sofort angesprochen – ruhig, einladend, modern. Und auch der Ansatz des Buches klang vielversprechend: zu verstehen, was Selbstwert eigentlich bedeutet, was ihn schwächt und wie man ihn stärken kann.
Der Autor schafft es, seine Botschaft klar zu vermitteln: echter Selbstwert kommt nicht von außen, sondern entsteht durch eine stabile, wertschätzende Haltung sich selbst gegenüber und die entsteht auf unterschiedlichen Ebenen. Das ist eine wichtige und richtige Aussage – und sie zieht sich nachvollziehbar durchs Buch. Besonders positiv fand ich die Struktur des Buchs und die Idee, immer wieder kleine Übungen einzubauen. Das sollte das Ganze greifbarer machen, statt nur theoretisch zu bleiben - so zumindest der Ansatz.
Für mich persönlich ist dieser Plan leider nicht aufgegangen. Die Übungen blieben vielfach an der Oberfläche und wirkten stellenweise fast ärgerlich zirkulär. Ein Beispiel (S. 249–250): Man solle eine Liste schreiben und sich Ziele setzen, wie man künftig sein möchte. Wird man etwa von der Kritik der Chefin verunsichert, lautet der Tipp, sich das Ziel zu setzen, so gelassen zu reagieren wie der Kollege, den das kaltlässt. Doch wenn mir Selbstwert fehlt, kann ich mir nicht einfach vornehmen, selbstbewusster zu sein – und erwarten, dass alles gut wird. Das wirkte auf mich leider zu schlicht.
Je weiter ich gelesen habe, desto stärker hat mich die wiederkehrende Banalität und Kreislogik genervt. Die vielen Wiederholungen und generischen Formulierungen („Viele Menschen tun dies oder das“) haben das Buch in die Länge gezogen und seinen Wert für mich geschmälert. Es gab durchaus auch wirklich gute Impulse, doch auch sie blieben in meinen Augen an der Oberfläche. Mich hat das Buch enttäuscht, da ich von einem Psychiater fundiertere Einsichten sowie praxisnähere Anregungen erhofft hatte.
Ich glaube, für absolute Einsteiger:innen in das Thema kann es ein sanfter Einstieg sein – verständlich geschrieben, mit klarer Botschaft. Wer aber auf ein klein wenig Tiefgang hofft oder bereits erfahrener in Sachen Persönlichkeitsentwicklung ist, wird hier wahrscheinlich wenig Neues finden.
Der Autor schafft es, seine Botschaft klar zu vermitteln: echter Selbstwert kommt nicht von außen, sondern entsteht durch eine stabile, wertschätzende Haltung sich selbst gegenüber und die entsteht auf unterschiedlichen Ebenen. Das ist eine wichtige und richtige Aussage – und sie zieht sich nachvollziehbar durchs Buch. Besonders positiv fand ich die Struktur des Buchs und die Idee, immer wieder kleine Übungen einzubauen. Das sollte das Ganze greifbarer machen, statt nur theoretisch zu bleiben - so zumindest der Ansatz.
Für mich persönlich ist dieser Plan leider nicht aufgegangen. Die Übungen blieben vielfach an der Oberfläche und wirkten stellenweise fast ärgerlich zirkulär. Ein Beispiel (S. 249–250): Man solle eine Liste schreiben und sich Ziele setzen, wie man künftig sein möchte. Wird man etwa von der Kritik der Chefin verunsichert, lautet der Tipp, sich das Ziel zu setzen, so gelassen zu reagieren wie der Kollege, den das kaltlässt. Doch wenn mir Selbstwert fehlt, kann ich mir nicht einfach vornehmen, selbstbewusster zu sein – und erwarten, dass alles gut wird. Das wirkte auf mich leider zu schlicht.
Je weiter ich gelesen habe, desto stärker hat mich die wiederkehrende Banalität und Kreislogik genervt. Die vielen Wiederholungen und generischen Formulierungen („Viele Menschen tun dies oder das“) haben das Buch in die Länge gezogen und seinen Wert für mich geschmälert. Es gab durchaus auch wirklich gute Impulse, doch auch sie blieben in meinen Augen an der Oberfläche. Mich hat das Buch enttäuscht, da ich von einem Psychiater fundiertere Einsichten sowie praxisnähere Anregungen erhofft hatte.
Ich glaube, für absolute Einsteiger:innen in das Thema kann es ein sanfter Einstieg sein – verständlich geschrieben, mit klarer Botschaft. Wer aber auf ein klein wenig Tiefgang hofft oder bereits erfahrener in Sachen Persönlichkeitsentwicklung ist, wird hier wahrscheinlich wenig Neues finden.