Umfassend, klar und aufbauend
«Selbstwert ist unsere wertvollste Resource.»
Ich habe diesen Ratgeber aus Neugier angefangen und war überrascht, wie alles mit dem Selbstwert zusammenhängt. Der koreanische Autor Yoon Hong Gyun möchte nicht nur dabei helfen, Selbstwert zu entwickeln, sondern auch Werkzeug an die Hand geben, welches in stürmischen Zeiten hilft, den Selbstwert zu schützen, da er Schwankungen unterliegt und jeder über Angewohnheiten verfügt, die den Selbstwert schwächen. Das dürfte auch für jene interessant sein, die ihren Selbstwert hoch einschätzen.
Ich würdige die Ausführungen des Autors Yoon Hong Gyun vor allem wegen seiner sachlichen Klarheit, die Dinge auf den Punkt zu bringen. Er profitiert von seiner Erfahrungen als Psychiater, aber erzählt auch als Mensch, der selbst lernen musste, sich einen Selbstwert aufzubauen und diesen stets zu stärken. Ich fand es sympathisch, wie er bereits früh seine eigenen Denkfehler thematisiert und begründet, warum er sein Wissen erst nicht teilen wollte. Deshalb hat mir das erste Drittel noch am besten gefallen, während zum Ende die Distanz wächst. Streckenweise wurde es mir zu oberflächlich, wobei es umfassend und interessant bleibt.
Die Theorie hilft bei der Einordnung und gibt Zuständen einen Namen, die vorher vielleicht diffus waren. Das macht bewusster, woran man arbeiten kann und hilft, Probleme besser zu verstehen. Erst im letzten Teil gibt es fünf Methoden zur Stärkung des Selbstwerts, während es vorher viel um Hinternisse und schwächende Angewohnheiten geht. Jedes Kapitel hat abschließend eine Übung und jeder Teil wird einmal kurz zusammengefasst – sehr praktisch.
Es wird an mehreren Stellen darauf hingewiesen, dass es nicht reicht, dieses Buch nur zu lesen, sondern schon währenddessen zu überlegen, was man verändern möchte und dies auch umzusetzen, was definitiv hilfreich ist. Übungen sind überschaubar, aber es lässt sich auch aus dem Text ablesen, wie man diese Veränderungen gestalten kann. «Der Schlüssel zur Veränderung ist immer der Wille (…) Entscheidend ist, dass man sich selbst besser kennt als alle anderen.» Dass Figuren aus Serien als Beispiele dienen, fand ich eine ansprechende Idee. Insgesamt hätte ich mir mehr praktische Anwendung gewünscht, jedoch konnte ich einige Erkenntnisse mitnehmen, die einen Unterschied machen und mir mehr geholfen haben, als die geläufigen Selbstliebe-Übungen.
Ich würde es allen empfehlen, die sich Veränderung und Klarheit wünschen – fernab von fröhlich-bunten Selbstliebe-Ratgebern.
Ich habe diesen Ratgeber aus Neugier angefangen und war überrascht, wie alles mit dem Selbstwert zusammenhängt. Der koreanische Autor Yoon Hong Gyun möchte nicht nur dabei helfen, Selbstwert zu entwickeln, sondern auch Werkzeug an die Hand geben, welches in stürmischen Zeiten hilft, den Selbstwert zu schützen, da er Schwankungen unterliegt und jeder über Angewohnheiten verfügt, die den Selbstwert schwächen. Das dürfte auch für jene interessant sein, die ihren Selbstwert hoch einschätzen.
Ich würdige die Ausführungen des Autors Yoon Hong Gyun vor allem wegen seiner sachlichen Klarheit, die Dinge auf den Punkt zu bringen. Er profitiert von seiner Erfahrungen als Psychiater, aber erzählt auch als Mensch, der selbst lernen musste, sich einen Selbstwert aufzubauen und diesen stets zu stärken. Ich fand es sympathisch, wie er bereits früh seine eigenen Denkfehler thematisiert und begründet, warum er sein Wissen erst nicht teilen wollte. Deshalb hat mir das erste Drittel noch am besten gefallen, während zum Ende die Distanz wächst. Streckenweise wurde es mir zu oberflächlich, wobei es umfassend und interessant bleibt.
Die Theorie hilft bei der Einordnung und gibt Zuständen einen Namen, die vorher vielleicht diffus waren. Das macht bewusster, woran man arbeiten kann und hilft, Probleme besser zu verstehen. Erst im letzten Teil gibt es fünf Methoden zur Stärkung des Selbstwerts, während es vorher viel um Hinternisse und schwächende Angewohnheiten geht. Jedes Kapitel hat abschließend eine Übung und jeder Teil wird einmal kurz zusammengefasst – sehr praktisch.
Es wird an mehreren Stellen darauf hingewiesen, dass es nicht reicht, dieses Buch nur zu lesen, sondern schon währenddessen zu überlegen, was man verändern möchte und dies auch umzusetzen, was definitiv hilfreich ist. Übungen sind überschaubar, aber es lässt sich auch aus dem Text ablesen, wie man diese Veränderungen gestalten kann. «Der Schlüssel zur Veränderung ist immer der Wille (…) Entscheidend ist, dass man sich selbst besser kennt als alle anderen.» Dass Figuren aus Serien als Beispiele dienen, fand ich eine ansprechende Idee. Insgesamt hätte ich mir mehr praktische Anwendung gewünscht, jedoch konnte ich einige Erkenntnisse mitnehmen, die einen Unterschied machen und mir mehr geholfen haben, als die geläufigen Selbstliebe-Übungen.
Ich würde es allen empfehlen, die sich Veränderung und Klarheit wünschen – fernab von fröhlich-bunten Selbstliebe-Ratgebern.