Macht Lust auf mehr

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ketschni Avatar

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Mein Leseeindruck zur Leseprobe ist sehr atmosphärisch und nah an der Erzählerin. Schon der Einstieg („Manchmal stalke ich meinen Ex.“) wirkt ungewöhnlich direkt, ehrlich und verletzlich – man ist sofort in Ivonas Kopf und spürt diese Mischung aus Sehnsucht, Trotz und Selbstironie.

Besonders spannend finde ich die innere Spannung statt Action: Ivona kreist um Vlaho, um das gescheiterte Leben, um das „Potenzial“, das sich wie Gift ablagert – und gleichzeitig drückt die Gegenwart (Vater nach Schlaganfall, Schulden, Banktermin) konstant. Die Figuren wirken lebendig und komplex: Ivona als kluge, erschöpfte Beobachterin; der Vater groß, dominant, nun brüchig; Vlaho als vertrauter Mensch mit neuer Familie, der dennoch Nähe auslöst. Ich erwarte einen Roman über zweite Chancen, Selbstbestimmung und die Frage, ob man Vergangenes loslassen kann – und würde weiterlesen, weil die Leseprobe emotional packt und das „Geheimnis“, das zur Trennung führte, wie ein stiller Sog im Hintergrund bleibt.