Sommerroman mit Tiefgang – ich bin begeistert!

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kahlfrid Avatar

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Schon auf den ersten Seiten wird eine ganz tolle Atmosphäre geschaffen, einerseits intensiv und geladen, gleichzeitig feinfühlig und tiefgründig.

Ich habe mich direkt in Ivanas altes Kinderzimmer versetzt gefühlt und mich mit ihr und ihrem Vater beim Kaffeetrinken gesehen. Auch bei der Beschreibung des Kennenlernens zwischen Ivana und Vlaho war ich gefühlt direkt dabei, im Club, an der Bar, bei lauter Musik und Zigarettenqualm.

Im weiteren Verlauf werden Ausschnitte der Beziehung und Ehe mit Vlaho präsentiert, ein Geheimnis rund um die Trennung angedeutet, und Ivanas andauernde Liebe zu Vlaho spürbar gemacht. Zusammen mit den persönlichen und beruflichen Herausforderungen, vor denen Ivana steht – ihr kranker Vater, die finanziellen Probleme des Familienunternehmens – hat dies bei mir große Lust auf mehr geweckt.

Der Erzählstil ist bildhaft und nahbar, die Sprache präzise und prägnant und gleichzeitig wunderbar poetisch: „Eine Weile schmeckte der Name salzig, wie Trauer. Inzwischen schmeckt er wie vergorene Milch.“

Auch der feine Witz und Scharfsinn gefallen mir sehr gut: „Was hier funktioniert, ist eine spezielle Mischung aus bürokratischer Schläue, Vitamin B und der Fähigkeit, Regeln zu seinen Gunsten auszulegen. Und wenn man obendrein mit einem Penis gesegnet ist, umso besser.“

Das mediterrane Setting, Nostalgie ohne Kitsch, eine tiefgehende Liebesgeschichte und eine Selbstfindungsreise – ich möchte auf jeden Fall weiterlesen.