Von enttäuschenten Illusionen und einer Liebe, die bleibt

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regina1960 Avatar

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Wow, was für ein einnehmender Roman, ich war von der ersten Zeile an eingefangen von „Dem Meer entgegen“. Es ist eine berührende Geschichte, wie man sie vielleicht auch aus eigener Erfahrung kennt…10 Jahre war Ivona mit ihrem Vlaho zusammen, nun ist sie Ende 30 und noch immer eine allein stehende Singlefrau, die bei ihrem Vater lebt. Täglich schwelgt sie in ihren Erinnerungen, und stalkt ihren Ex im Internet, der sich ein neues Leben aufgebaut und Frau und zwei Kinder hat. Ivona scheint mit sich zu hadern, schließlich hat sie die Ehe damals beendet. Sie ist auch in therapeutischer Behandlung, wo man ihr bescheinigt hat, dass sie fast obsessiv in der Vergangenheit verhaftet ist. Nun kreuzen sich die Wege von Ivona und Vlaho wieder…das elterliche Hotel von Ivonas Vater steht vor dem Bankrott und Vlaho, der bei der beratenden Bank arbeitet, rät zum Verkauf. Man spürt es nahezu „knistern“ in der Luft beim Wiedersehen, ich habe mit den Ivona jedes einzelne aufwühlende Gefühl, ausgelöst durch Berührungen, Gerüche oder Blicke, mitgespürt…Besonders fesselnd und hochemotional erzählt die Autorin Lidija Hilje von einer Liebe, die einst endete, und trotzdem immer noch präsent ist. Ein Zustand, der einen krank machen und innerlich zerreißen kann. Ich bin gespannt, wie die Buchautorin diese Ambivalenz der Gefühle weiter in ihrem Roman entwickelt, ich bin jedenfalls schwer beeindruckt und neugierig. Das Cover ist unfassbar schön und stimmig, eine wunderschöne, nachdenkliche, fast traurig wirkende junge Frau mit gesenktem Blick, im Hintergrund das Meer...