Zwischen Sehnsucht, Selbstzweifeln und einem Neuanfang

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mara.diek Avatar

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Mein erster Eindruck von der Leseprobe ist direkt sehr intensiv und emotional. Schon das Cover gefällt mir richtig gut, weil es sofort dieses sommerliche, leicht melancholische Gefühl vermittelt – man hat direkt das Meer, Wärme, aber auch Nachdenklichkeit im Kopf. Das passt super zur Geschichte.
Der Schreibstil ist etwas dichter und poetischer als bei vielen anderen Romanen, aber trotzdem gut verständlich. Besonders auffällig ist, wie ehrlich und schon fast schonungslos die Gedanken der Hauptfigur Ivona beschrieben werden. Gleich am Anfang merkt man, wie sehr sie noch an ihrer Vergangenheit hängt und sich gleichzeitig selbst hinterfragt. Das wirkt sehr echt und teilweise auch ein bisschen schmerzhaft.
Spannung entsteht hier nicht durch große Ereignisse, sondern eher durch die emotionalen Konflikte: gescheiterte Beziehung, unerfüllte Erwartungen und dieses Gefühl, im Leben irgendwie falsch abgebogen zu sein. Gleichzeitig macht genau das neugierig, weil man wissen will, wie Ivona sich da wieder herausfindet.
Ivona als Figur finde ich besonders interessant, weil sie nicht perfekt ist, sondern eher feststeckt und mit sich selbst kämpft. Auch die Beziehung zu ihrem Ex und ihrem Vater bringt viel Tiefe rein und zeigt verschiedene Facetten von Nähe und Distanz.
Ich erwarte von der Geschichte eine Entwicklung in Richtung Selbstfindung und vielleicht auch Versöhnung – mit der Vergangenheit oder mit sich selbst. Gerade weil ich selbst in einem Alter bin, in dem man viel hinterfragt, spricht mich das total an. Ich würde auf jeden Fall weiterlesen, weil ich wissen möchte, ob Ivona den Mut findet, ihr Leben neu auszurichten und wirklich loszulassen.