Ehrlich und schmerzhaft

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jaleki Avatar

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In Lidija Hiljes Roman "Dem Meer entgegen" begleiten wir Ivona, Ende dreißig, und frisch zu ihrem kranken Vater gezogen, um ihn zu pflegen. Dabei führt sie die Renovierung des Hauses ihrer Großmutter, das Herzensprojekt ihres Vaters, ohne selbst mit dem ganzen Herzen dabei zu sein. Ihr Herz gehört noch ihrer Jugendliebe Vlaho, von dem sie sich vor Jahren getrennt hat und dem sie jetzt zuschaut, wie er mit seiner neuen Frau eine Familie gründet, die sie nie zusammen haben konnten.
Nach dem Klappentext dachte ich, ich lese einen schönen, atmosphärischen, leichten Sommerroman über vergangene Liebe und neue Wege. Dass das Buch definitiv keine leichte Kost ist, hat mich unerwartet getroffen. Es geht viel um Trauer, Verlust, Selbstzweifel, Depressionen und Einsamkeit. Hilje schreibt dabei so klart und emotional, das ich das ich das Buch teilweise auf die Seite legen musste, da es mich zu sehr mitgenommen hat. Wer also ein emotionales Buch mit viel Gefühl und wunderschöner Sprache sucht, ist hier genau richtig. Leider nimmt das Buch am Ende eine Wendung, mit der ich mich nicht ganz anfreunden konnte, weshalb es mich schlussendlich nicht ganz überzeugen konnte.