Ein wirklich gelungener Debütroman, der mich positiv überrascht hat

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Dem Meer entgegen hat mir wirklich gut gefallen. Es ist außerdem der Debütroman der Autorin und ich werde ihre zukünftigen Bücher auf jeden Fall im Auge behalten.

Als Erstes ist mir das wunderschöne Cover aufgefallen. Auch das Setting in Kroatien fand ich erfrischend, weil man nicht oft Romane liest, die dort spielen. Besonders die Beschreibungen der Landschaft und die Atmosphäre haben mir richtig gut gefallen.

Anfangs dachte ich noch, dass es eine eher typische Geschichte über eine Scheidung werden würde. Doch das Buch bietet deutlich mehr und beschäftigt sich unter anderem auch mit den Folgen des Krieges und der wirtschaftlichen Situation in Kroatien.

Besonders berührt hat mich Ivonas Geschichte. Im Laufe ihres Lebens muss sie immer wieder schwere Entscheidungen treffen und eigene Wünsche zurückstellen. Ob ihre Probleme mit dem Kinderwunsch, die Entscheidung, den Mann gehen zu lassen, den sie liebt, oder die Verantwortung für ihren Vater, man merkt, wie viel sie opfern musste. Ich habe wirklich mit ihr mitgefühlt und ich finde manchmal kann man sich sogar in ihre Situation hineinversetzen und sieht sich selber als Ivona.

Auch die Beziehungen zwischen den Figuren haben mir sehr gefallen. Sie wirken nicht perfekt oder idealisiert, sondern unglaublich echt. Jeder Charakter hat seine Stärken und Schwächen, manchmal haben mich ihre Entscheidungen auch frustriert, aber genau das hat sie so authentisch gemacht.

Der einzige kleine Kritikpunkt ist für mich das Ende. Ich kann gut nachvollziehen, warum die Geschichte so ausgegangen ist und finde, dass es zu den Figuren passt. Trotzdem hätte ich mir noch ein paar zusätzliche Seiten gewünscht, um die Geschichte etwas runder abzuschließen.