Exzessive Liebe
Ivona, Ende dreißig, kehrt nach Jahren wieder in ihre Heimatstadt Zadar an der kroatischen Adriaküste zurück, um sich um ihren kranken Vater und um den alten Olivenhain ihrer Großmutter zu kümmern. Sie hadert mit ihrem bisherigen Leben, ihre Ehe mit ihrer großen Liebe Vlaho ist zerbrochen und statt als Biologin arbeitet sie nun in einem Schreibwarenladen. Dann begegnet sie Vlaho wieder, der inzwischen verheiratet und Vater zweier Kinder ist, und die alten Gefühle flammen erneut auf. In dieser Konfliktsituation tritt ein neuer Mann in ihr Leben, Asier, ein Kaufinteressent für den alten Olivenhain. Auch diese beiden kommen sich näher und Ivona muss nun eine Entscheidung treffen, denn gerade jetzt erhält sie zudem die Chance auf einen beruflichen Neubeginn in Florenz …
Lidija Hilje ist eine kroatische Schriftstellerin, die als studierte Juristin und ausgebildete Book Coach professionell auch mit Autoren arbeitet. Bevor sie mit Schreiben begann, arbeitete sie rund zehn Jahre als Rechtsanwältin. Ihre Besonderheit ist: Sie schreibt auf Englisch, obwohl dies nicht ihre Muttersprache ist. Ihr Debütroman „Slanting Towards the Sea“ (2025) erschien zuerst in Großbritannien und Nordamerika, die deutsche Übersetzung trägt den Titel „Dem Meer entgegen“ (2026) und wurde vom Hanser-Literaturverlag herausgegeben. Die Autorin lebt heute mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Zadar an der kroatischen Adriaküste.
Ein starkes Element dieses Romans ist die landschaftliche Beschreibung Kroatiens. Die sommerliche Luft, das Meer, die Hitze und die Olivenhaine lösen wohlige Urlaubsstimmung aus. Ganz im Gegensatz dazu empfand ich Ivona und ihre unschlüssige Art, über die ich mich beim Lesen mehrmals ärgerte. Die Geschichte spielt auf mehreren Zeitebenen, der Gegenwart und der Zeit ihrer Beziehung mit Vlaho. Nach und nach wird dadurch auch verständlich, warum die Ehe scheiterte und welches Geheimnis dafür verantwortlich war. Den Schreibstil der Autorin empfand ich als sehr poetisch, dabei wohltuend ruhig und empfindsam. Es geht um verpasste Chancen, unerfüllte Wünsche und Schuldgefühle, die sich bei einigem Nachdenken leicht nachvollziehen lassen.
Fazit: Kein leichter Sommerroman, wie man vielleicht vermuten könnte, sondern eine tiefgründige Geschichte voller Konflikte.
Lidija Hilje ist eine kroatische Schriftstellerin, die als studierte Juristin und ausgebildete Book Coach professionell auch mit Autoren arbeitet. Bevor sie mit Schreiben begann, arbeitete sie rund zehn Jahre als Rechtsanwältin. Ihre Besonderheit ist: Sie schreibt auf Englisch, obwohl dies nicht ihre Muttersprache ist. Ihr Debütroman „Slanting Towards the Sea“ (2025) erschien zuerst in Großbritannien und Nordamerika, die deutsche Übersetzung trägt den Titel „Dem Meer entgegen“ (2026) und wurde vom Hanser-Literaturverlag herausgegeben. Die Autorin lebt heute mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Zadar an der kroatischen Adriaküste.
Ein starkes Element dieses Romans ist die landschaftliche Beschreibung Kroatiens. Die sommerliche Luft, das Meer, die Hitze und die Olivenhaine lösen wohlige Urlaubsstimmung aus. Ganz im Gegensatz dazu empfand ich Ivona und ihre unschlüssige Art, über die ich mich beim Lesen mehrmals ärgerte. Die Geschichte spielt auf mehreren Zeitebenen, der Gegenwart und der Zeit ihrer Beziehung mit Vlaho. Nach und nach wird dadurch auch verständlich, warum die Ehe scheiterte und welches Geheimnis dafür verantwortlich war. Den Schreibstil der Autorin empfand ich als sehr poetisch, dabei wohltuend ruhig und empfindsam. Es geht um verpasste Chancen, unerfüllte Wünsche und Schuldgefühle, die sich bei einigem Nachdenken leicht nachvollziehen lassen.
Fazit: Kein leichter Sommerroman, wie man vielleicht vermuten könnte, sondern eine tiefgründige Geschichte voller Konflikte.