Sommerlich, poetisch, nachdenklich
em Meer entgegen von Lidija Hilje
Mit Dem Meer entgegen nimmt uns Lidija Hilje mit an die kroatische Küste – und obwohl der Roman nicht nur im Sommer spielt, hat man sofort ein wunderbares sommerliches Gefühl und schöne Küsten und warme Olivenhaine vor Augen. Hilje lebt selbst in Zadar, war zehn Jahre lang als Anwältin tätig, bevor sie sich dem Schreiben zuwandte, und hat mit diesem Roman ihr Debüt vorgelegt (im Original erschienen als Slanting Towards the Sea). Interessant: Obwohl Kroatisch ihre Muttersprache ist, hat sie das Buch auf Englisch geschrieben. Und ja, man merkt der Geschichte an, wie viel eigene Erfahrung darin steckt – unter anderem soll auch die Krankheit ihres Vaters eine Inspirationsquelle gewesen sein, was den Handlungsstrang um die Pflege des Vaters umso greifbarer macht.
Im Roman geht es um dieses Hin- und Hergerissensein zwischen Heimat und dem Wunsch, woanders sein berufliches Glück zu suchen. Die Figuren kämpfen mit echten Lebensthemen: unerfüllter Kinderwunsch, eine gescheiterte Ehe, die Pflege des alternden Vaters. Dazu kommen familiäre Verantwortung, alte Entscheidungen, die einen nicht loslassen, und die Suche nach einem Neuanfang.
Was Hilje richtig gut hinbekommt: Ihre Figuren wirken nie konstruiert. Man versteht ihre Ängste, ihre Sorgen, ihre Entscheidungen – auch wenn man nicht immer zustimmt. Besonders der Konflikt zwischen der Bindung an die Heimat und dem Drang, neue Wege zu gehen, bleibt lange im Kopf.
Sprachlich ist der Roman richtig stark – poetisch und bildreich. Kroatien wird hier fast schon zu einer eigenen Figur.
Insgesamt ist Dem Meer entgegen ein gefühlvoller Sommerroman über Heimat, Familie, Verlust und die Suche nach dem eigenen Glück. Wer Lust auf eine stimmungsvolle Geschichte mit emotionaler Tiefe hat, die auch zum Nachdenken über eigene Lebensentscheidungen anregt, ist hier genau richtig.
Mit Dem Meer entgegen nimmt uns Lidija Hilje mit an die kroatische Küste – und obwohl der Roman nicht nur im Sommer spielt, hat man sofort ein wunderbares sommerliches Gefühl und schöne Küsten und warme Olivenhaine vor Augen. Hilje lebt selbst in Zadar, war zehn Jahre lang als Anwältin tätig, bevor sie sich dem Schreiben zuwandte, und hat mit diesem Roman ihr Debüt vorgelegt (im Original erschienen als Slanting Towards the Sea). Interessant: Obwohl Kroatisch ihre Muttersprache ist, hat sie das Buch auf Englisch geschrieben. Und ja, man merkt der Geschichte an, wie viel eigene Erfahrung darin steckt – unter anderem soll auch die Krankheit ihres Vaters eine Inspirationsquelle gewesen sein, was den Handlungsstrang um die Pflege des Vaters umso greifbarer macht.
Im Roman geht es um dieses Hin- und Hergerissensein zwischen Heimat und dem Wunsch, woanders sein berufliches Glück zu suchen. Die Figuren kämpfen mit echten Lebensthemen: unerfüllter Kinderwunsch, eine gescheiterte Ehe, die Pflege des alternden Vaters. Dazu kommen familiäre Verantwortung, alte Entscheidungen, die einen nicht loslassen, und die Suche nach einem Neuanfang.
Was Hilje richtig gut hinbekommt: Ihre Figuren wirken nie konstruiert. Man versteht ihre Ängste, ihre Sorgen, ihre Entscheidungen – auch wenn man nicht immer zustimmt. Besonders der Konflikt zwischen der Bindung an die Heimat und dem Drang, neue Wege zu gehen, bleibt lange im Kopf.
Sprachlich ist der Roman richtig stark – poetisch und bildreich. Kroatien wird hier fast schon zu einer eigenen Figur.
Insgesamt ist Dem Meer entgegen ein gefühlvoller Sommerroman über Heimat, Familie, Verlust und die Suche nach dem eigenen Glück. Wer Lust auf eine stimmungsvolle Geschichte mit emotionaler Tiefe hat, die auch zum Nachdenken über eigene Lebensentscheidungen anregt, ist hier genau richtig.